E-Wirtschaft: Marktuntersuchung der E-Control bestätigt schwierige Lage der Unternehmen

Erträge im Stromvertrieb im Schnitt niedriger als in anderen Unternehmensbereichen

Wien (OTS) - Als Bestätigung für die Position der Branche sieht Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft den mehrmals verschobenen und nun zwei Tage vor Jahresende publizierten Marktbericht der E-Control. "Ganz im Gegenteil zu den Behauptungen des Regulators bestätigt der Bericht, dass der Strommarkt in Österreich wettbewerbsintensiv ist und funktioniert", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

Schmidt verweist insbesondere auf folgende Passagen auf Seite 5 des Berichts: "Aufgrund der hohen Varianz im Vertrieb schwanken auch die errechneten Margen zwischen den Unternehmen stark. Während vereinzelt, im internationalen Vergleich, auch sehr hohe Margen von bis zu 19 % beobachtet werden konnten, war der Stromvertrieb für andere Unternehmen stark defizitär. Im Jahresmittelwert über alle Lieferanten ergaben sich daher negative Margen für 2008 bis 2010. Während die durchschnittliche Marge 2009 bei -8,6 % lag, stieg das Jahresmittel 2012 auf +7 %. Für den stärker umkämpften Industriebereich wurden konstantere Margen zwischen -1,3 % und 1,7 % erwirtschaftet." Schmidt "Die E-Control stellt in ihrem Bericht auch fest: "Betrachtet man hingegen die Unternehmensrentabilität (z.B. EBIT) über das jeweilige Gesamtunternehmen zeigt sich häufig eine höhere Rentabilität als für den Stromvertrieb. Der Verkauf von Strom an Haushalte und Gewerbe scheint somit im Gegensatz zu anderen Sparten, wie zum Beispiel Erzeugung, oder anderen Produkten, wie zum Beispiel Fernwärme, für einzelne Unternehmen auf Basis ihrer eigenen Daten wenig gewinnbringend zu sein."

E-Wirtschaft erwartet keine Folgen der Marktuntersuchung

Wettbewerbsrechtliche Verfahren auf Basis der Marktuntersuchung erwartet die E-Wirtschaft nach einer ersten Durchsicht des Berichts keine. Schmidt: "Wir sehen uns in unserer Position bestätigt und sehen der für 2016 angekündigten Marktuntersuchung mit Zuversicht entgegen."

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