Ohne Grund entlassen - AK erkämpfte fast 13.000 Euro Nachzahlung für Ordinationshilfe

Linz (OTS) - Einen erschreckend rücksichtslosen Umgang mit einer langjährigen Mitarbeiterin legte ein Arzt aus dem Bezirk Vöcklabruck an den Tag. Obwohl die Frau elf Jahre lang bei ihm als Ordinationshilfe beschäftigt gewesen war, entließ er sie fristlos und ohne Grund. Das war nicht nur moralisch fragwürdig, sondern auch widerrechtlich. Eine Kündigung hätte nur zum Quartalsende unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist erfolgen dürfen. Die AK musste eine ganze Reihe unbezahlter Beträge für die Frau einfordern. Die ihr zustehenden 12.700 Euro zahlte der Arzt erst, nachdem die AK Klage bei Gericht eingebracht hatte.

Die AK musste für die Frau das offene Gehalt bis zum regulären Kündigungstermin, anteiliges Urlaubs- und Weihnachtsgeld, eine Abfertigung in Höhe von vier Monatsentgelten, offene Überstunden und eine Urlaubsersatzleistung für nicht konsumierten Urlaub sowie ein kollektivvertraglich zustehendes Jubiläumsgeld in Höhe von mindestens einem halben Bruttomonatsgehalt einfordern. Da die Frau bei der Ausübung ihres Berufes auch mit infektiösem Material in Berührung kam, wäre ihr laut Kollektivvertrag auch eine Infektionszulage von zumindest 52 Euro pro Monat zugestanden, die sie nie erhalten hatte.

Insgesamt summierten sich die Ansprüche der Frau auf beinahe 13.000 Euro, die die Arbeiterkammer schriftlich geltend machte. Da der Arzt die gesetzte Zahlungsfrist verstreichen ließ, musste die AK für die Arbeitnehmerin vor Gericht gehen. Erst dort lenkte der Arzt ein und zahlte der Frau das ihr zustehende Geld.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Martina Macher
Tel.: (0732) 6906-2190
martina.macher@akooe.at
ooe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001