VIER PFOTEN: Beim Feiern zu Silvester Rücksicht auf Tiere und Umwelt nehmen

Besonders Wildtiere sind dem Lärm schutzlos ausgeliefert

Wien (OTS) - VIER PFOTEN weist vor dem nahenden Jahreswechsel darauf hin, dass unsere Wildtiere besonders unter der Knallerei zu Silvester leiden. Das feine Gehör der Tiere reagiert bei plötzlichem Lärm extrem empfindlich. Die Tierschutzorganisation appelliert daher, in Waldnähe keine Silvesterraketen oder laute Knallkörper abzufeuern. Auch Parkanlagen oder Friedhöfe in Städten seien Rückzugsorte für Wildtiere. Während die Halter von Heimtieren wie Hunde oder Katzen ihren Lieblingen einen entsprechenden Rückzug bieten können, sind Wildtiere dem Lärm schutzlos ausgeliefert.

"Die Tiere werden durch die Knallerei extrem erschreckt oder oft auch aus dem Schlaf gerissen. Dabei ist die Gefahr groß, dass sie in Panik und in der Dunkelheit die Orientierung verlieren und beispielsweise auf Straßen laufen oder gegen Hindernisse prallen. Außerdem zehren Stress und Angst massiv an ihren Kraftreserven", erklärt Irina Fronescu von VIER PFOTEN.

Dr. Hans Frey, wissenschaftlicher Leiter der von VIER PFOTEN unterstützten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS), stößt in dieselbe Kerbe: "Oftmals verenden Wildtiere aufgrund von Erschöpfung oder Unfällen während und nach der Silvesternacht. In der EGS gab es einen Schwarzstorch, der sich in Panik zum Jahreswechsel verflogen hatte und erst nach Tagen in 15km Entfernung zum Glück wieder eingefangen werden konnte." Im Winter haben viele unserer Wildtiere jedoch zu wenig Futter, um den Energiebedarf für solche Anstrengungen decken zu können. Dr. Frey ersucht daher die Bevölkerung, aus Rücksicht auf Wild-, aber auch auf Heimtiere auf jegliche lauten Knallkörper zu verzichten.

Heimtiere zu Silvester nicht alleine lassen!

Wie jedes Jahr bittet VIER PFOTEN alle Halter von Heimtieren, diese zu Silvester nicht alleine zu lassen. "Den Tieren sollten Rückzugsmöglichkeiten geboten werden", erklärt Irina Fronescu. Freigänger-Katzen sollten an diesem Tag keinesfalls nach draußen gelassen werden. Zu groß ist die Gefahr, dass sie - aufgeschreckt von dem Lärm - in Panik weit weg laufen.

Hunde versuchen oft, bei ihrem Besitzer Schutz zu suchen, manche verkriechen sich aber auch beispielsweise unter einem Tisch. "Versuchen Sie für Ihren Hund da zu sein, indem Sie ihn beruhigend streicheln", empfiehlt Fronescu. Ein guter Tipp ist es, besondere Leckerlis für diesen Tag bzw. die Silvesternacht bereitzuhalten, um dem Hund zu vermitteln, dass der Lärm eigentlich etwas Angenehmes und Positives bringt. Es kann natürlich durchaus sein, dass der Hund an Essen nicht interessiert ist, wenn er zu viel Angst hat. Bei Hunden, die noch nicht viele Silvesternächte erlebt haben, können gute Leckerlis aber Angst und Panik verhindern bzw. lindern.

VIER PFOTEN empfiehlt, Hunde schon lange vor dem nächsten Jahreswechsel auf die Geräuschkulisse vorzubereiten. Im Handel sind Desensibilisierungs-CDs erhältlich, mit deren Hilfe die Panik zu Silvester abgemildert werden kann - vorausgesetzt, sie werden richtig angewendet. Beruhigungsmittel sollten nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden.

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