Walser: Endlich Maßnahmen statt ständig neue Arbeitsgruppen bei Zentralmatura

Weitere Pannen bei Zentralmatura sind zu befüchten

Wien (OTS) - "Ermutigend klingen für mich die heutigen Aussagen der Bildungsministerin zur Zentralmatura nicht", kommentiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser das Interview mit Ministerin Heinisch-Hosek im Ö1-Mittagsjournal. "Mich erreichen täglich zahlreiche Mails von besorgten Eltern, verärgerten LehrerInnen und völlig verunsicherten SchülerInnen", so Walser. Zu den Baustellen, die am öftesten genannt werden, zählen nach den schlechten Ergebnissen bei der Probematura die offensichtlich nicht praktikablen Aufgabenstellungen in Mathematik und die gekürzte Vorbereitungszeit. Lehrende kennen teilweise noch nicht den definitiven Beurteilungsschlüssel für diverse Fächer wie etwa bei den lebenden Fremdsprachen. Sie erhielten in Fortbildungen Vorgaben, die jetzt kurzfristig wieder verändert worden seien. "Hier hat das Bildungsministerium eine Informationspflicht, der es überhaupt nicht nachkommt, obwohl es dafür verantwortlich ist", moniert Walser.

Was zudem schwer wiege, seien Berichte, wonach das Ministerium ununterbrochen in die Vorbereitungen des BIFIE hineinregiere und hier zusätzliche Umwege verursache. "Die 'Redimensionierung' des BIFIE, sprich das Zurückführen der Zentralmatura in das Ministerium, habe ich bereits im März gefordert. Warum Ministerin Heinisch-Hosek nicht gleich nach der Pannenserie die Konsequenzen gezogen, sondern zugewartet hat, ist für mich völlig unverständlich", äußert sich Walser. "Handlungsfähigkeit ist nicht durch das Einsetzen von unzähligen Arbeitsgruppen zu ersetzen, daher fordere ich die Ministerin auf, endlich tätig zu werden und nicht stattdessen weitere Verunsicherungen zu befördern."

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