Stronach/Nachbaur/Lintl: Russland-Sanktionen schaden der heimischen Wirtschaft

Wirtschaftssanktionen schaden sowohl der russischen Wirtschaft als auch der Europäischen

Wien (OTS) - "Schon vor Wochen haben wir vor den Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland auf die heimische Wirtschaft gewarnt -jetzt stehen in den Hotels viele Betten leer", kritisiert die außenpolitische Sprecherin des Team Stronach, Jessi Lintl in einer gemeinsamen Aussendung mit Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur. Sie fordern ein rasches Ende der Sanktionen, "denn gerade in einer Zeit, in der die Wirtschaftslage ohnehin nicht rosig ist, brauchen Europa und Russland normale wirtschaftliche Beziehungen."

Als "höchst undifferenziert" bezeichnet Nachbaur die Aussagen des Kanzlers zu den Russland-Sanktionen. "Anscheinend sagt er in Brüssel etwas anderes als in Österreich. Wenn sich Faymann nun in Österreich gegen die Sanktionen ausspricht, darf man nicht vergessen, dass er federführend dafür eingetreten ist", so Nachbaur.

Gesprächskanäle zu Russland müssen auf allen Ebenen offen sein, um eine politische Lösung des Konfliktes auf dem Verhandlungsweg zu erreichen, verlangt Lintl. Denn Wirtschaftssanktionen haben lediglich geringe politischen Auswirkungen aber massive negative Konsequenzen für das Ost-Geschäft; sie schaden sowohl der russischen Wirtschaft als auch der Europäischen.

Der Verfall des Rubel zeigte bereits nachhaltige Folgen für österreichische Unternehmen, mahnt Lintl. So berichtete die WKO bereits vor zwei Wochen, dass 30 bis 40 Prozent weniger Touristen aus Russland nach Österreich kommen. "Das hat negative Effekte auf die Auslastung der Hotels der Luxuskategorie in Wien und auf Umsätze in Geschäften", so Lintl. Auch Tourismusbetriebe in den besonders bei russischen Gästen beliebten Schigebieten leiden darunter.

Bemerkenswert sei, dass Bundeskanzler Werner Faymann trotz aller Warnungen beim Umsetzen der Sanktionen wieder ein EU-Musterschüler war und erst jetzt, in Erkenntnis des Schadens für die heimische Wirtschaft, einen kleinen Rückzieher unternimmt. "Für Betriebe, Hoteliers, ihre Angestellten und Familien kommt das für diese Wintersaison aber zu spät", so Lintl.

Rückfragen & Kontakt:

Team Stronach Parlamentsklub/Presse
Tel.: ++43 1 401 10/8080
parlamentsklub@teamstronach.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TSK0001