Industrie: Rechnungshof bestätigt steigende Realeinkommen

IV-GS Neumayer: Einkommensbericht differenziert betrachten - Teilzeitanteil muss berücksichtigt werden - Kalte Progression beseitigen und durch Entlastungen Investitionsanreize setzen

Wien (OTS/PdI) - "Natürlich sind negative Effekte, etwa durch die kalte Progression, nicht wegzudiskutieren. Ebenso gibt es noch Aufholbedarf, was die Einkommensgleichheit bei Männern und Frauen betrifft. Der aktuelle Einkommensbericht des Rechnungshofes bestätigt aber - trotz anderslautender Aussagen - steigende Realeinkommen. Entscheidend ist dabei, den stetig steigenden Anteil an Teilzeiteinkommen entsprechend zu berücksichtigen. Eine differenziertere Betrachtungsweise täte auch hier not", so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Dienstag. So entspreche es nicht den Tatsachen, dass in Österreich die Realeinkommen generell im Sinken begriffen seien. "Praktisch alle Lohnabschlüsse in den vergangenen 15 Jahren sind über der Inflationsrate erfolgt, wodurch sich eine reale Einkommenssteigerung ergibt - für Vollzeiteinkommen ebenso wie für die Teilzeiteinkommen", betonte Neumayer. Wenn aber immer mehr Personen nur wenige Wochen oder Monate im Jahr bzw. teilzeitbeschäftigt seien, dann sinke das gemessene mittlere Jahreseinkommen, selbst wenn die Monats- bzw. Stundenverdienste konstant bleiben - dies stelle auch der Rechnungshofbericht selbst fest.

Angesichts der wirtschaftlich seit Jahren sehr herausfordernden Situation und zahlreicher hausgemachter Probleme aufgrund von Reformunwilligkeit stehe Österreich in punkto Realeinkommensentwicklung noch verhältnismäßig gut da. "Entscheidend wird sein, endlich eine Steuerstrukturreform umzusetzen, die spürbare Entlastungen für Menschen und Unternehmen bringt, die kalte Progression beseitigt und wieder Anreize für Wachstumsinvestitionen seitens der Unternehmen setzt. Denn es braucht nicht nur steigende Realeinkommen, sondern vor allem braucht es die Arbeitsplätze dazu, die wir nur durch Entlastung und nicht durch noch mehr Umverteilung schaffen können", sagte Neumayer.

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