ARBÖ: Keine neuen Belastungen für Autofahrer

Wien (OTS) - Nachdem Österreichs Autofahrer bereits im Jahr 2014 durch die Erhöhung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) und der motorbezogenen Versicherungssteuer massiv zur Kassa gebeten wurden, ist nun die nächste Verteuerung im Anrollen: Im Zuge der geplanten Steuerreform der Bundesregierung soll auf Vorschlag der Steuerreform-Kommission die Höhe des Sachbezugs bei Dienstautos von 1,5 Prozent (oder maximal 720 Euro im Monat) auf zwei Prozent (oder maximal 960 Euro) steigen. Betroffen davon wären rund 300.000 Arbeitnehmer, die einen Firmenwagen auch für private Zwecke nutzen, und nicht wie von der Kommission kolportierte 150.000 Berufstätige.

Der ARBÖ lehnt die Anhebung strikt ab. "Sie würde wieder Menschen treffen, die auf das Auto angewiesen sind und ohnehin nicht so viel Geld zur Verfügung haben", sagt ARBÖ-Geschäftsführer Gerald Kumnig. "Es geht hier nicht um eine kleine Gruppe von Privilegierten mit Dienstauto samt Chauffeur, sondern um Personen mit geringerem Einkommen, wie zum Beispiel Heimhilfen oder Botenfahrer", so Kumnig. Besonders Arbeitnehmer, die im ländlichen Gebiet wohnen und daher gar keine andere Möglichkeit haben, als mit dem Auto zu fahren, würden unter dieser Geldbeschaffungsaktion der Regierung leiden. Kumnig: "In Österreich sind die Autofahrer finanziell bereits mehr als genug belastet. Jede weitere Belastung ist nicht mehr tragbar, sondern einfach nur verantwortungslos."

Der Regierung würde die Erhöhung etwa 75 Millionen Euro bringen. Laut Kommissionsvorschlag könnte für Pkw mit niedrigem CO2-Ausstoß der Sachbezug bei den derzeitigen 1,5 Prozent bleiben, um "gezielt Ökologisierungsanreize" zu setzen, wie die Kommission in ihrem Bericht schreibt. Elektroautos könnten vom Sachbezug auch gänzlich befreit werden, schlägt die Kommission vor. Das würde ökologische Anreize verstärken.

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