ÖGB-Präsident fordert Einkommensgerechtigkeit

Foglar: "Rechnungshof zeigt, wie wichtig Lohnsteuerentlastung ist."

Wien (OTS/ÖGB) - "Der Bericht der Rechnungshofes zeigt deutlich:
Österreich hat ein massives Verteilungsproblem: vor allem in der Privatwirtschaft ist es in den letzten 15 Jahre nicht gelungen, die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu schließen", erklärt ÖGB-Präsident Erich Foglar.

Die niedrigen Einkommen sind seit 1998 auf Talfahrt, ArbeiterInnen leiden unter einem Reallohnverlust von 14 Prozent. Frauen haben außerdem in allen Beschäftigtengruppen einen deutlichen Einkommensnachteil gegenüber Männern - das gilt auch wenn man die Teilzeitquote berücksichtigt.

" Der Strukturwandel in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt hin zu Teilzeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen ist dafür verantwortlich, dass gerade Menschen mit niedrigen Einkommen nicht genug zum Leben haben. Frauen sind davon ganz besonders betroffen", so Foglar.

Er zeigt außerdem auf, dass diese Entwicklung "das wahre Pensionsproblem der Zukunft" zeigen würde - nämlich die drohende Altersarmut vieler unselbstständig Beschäftigter.

Punktgenaue Entlastung durch Steuergutschrift

Foglar betont einmal mehr, wie wichtig eine Steuerreform zugunsten der ArbeitnehmerInnen wäre. ÖGB/AK-Vorschläge wie die Steuergutschrift, würden genau jene Bevölkerungsgruppen entlasten, die es am nötigsten brauchen - also GeringverdienerInnen und unter ihnen die besonders stark betroffenen Frauen.

"Wie schief, muss die Schieflage der heimischen Einkommen noch werden, bis klar ist, dass das Gesamtvolumen einer Steuerreform -wir fordern 5,9 Milliarden - den ArbeitnehmerInnen zugute kommt und nicht in Steuergeschenke für eine andere Klientel investiert wird. Gerade die Menschen, deren Einkommen sich Jahr für Jahr dezimiert, obwohl sie seit Jahren täglich fleißig arbeiten, haben eine Entlastung verdient und brauchen sie auch dringend", so der ÖGB-Präsident.

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