VKI: Diät-Apps – kein Ersatz für professionelle Beratung

8 Apps für Android- und iOS im Test, Merkmale seriöser Anbieter im Überblick

Wien (OTS/VKI) - Diät-Apps sollen beim Abnehmen unterstützen und helfen, besser auf die eigene Ernährung zu achten. Aus der Unmenge an Programmen die seriösen Anbieter herauszufiltern, ist dabei jedoch nicht immer einfach. Vier Android- und vier iOS-Apps hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nun genauer unter die Lupe genommen. Das Fazit: Gute Apps können Ziele aufzeigen und prüfen, ob diese eingehalten werden. Eine professionelle Beratung können sie jedoch nicht ersetzen. Weitere Informationen zu den getesteten Apps und Tipps, die dabei helfen, vertrauenswürdige Angebote zu erkennen, gibt es unter www.konsument.at und in der Jännerausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.

"Mein Diät Trainer", "Die 90 Tage Diät" oder "Diät Coach LITE" -ein wesentliches Problem mit Diät-Apps ist, dass oft nicht klar ist, wer dahinter steht. Lediglich vier der aktuell getesteten Anwendungen informieren ausführlich über die Qualifikation ihrer Urheber und Autoren. Nur zwei Apps geben an, auf welche Informationsquellen sie zurückgreifen.

Fehlt eine detaillierte Quellenangabe, so ist in jedem Fall Vorsicht angebracht. Doch auch so gilt: Für Nutzer mit geringem Vorwissen zu gesunder Ernährung sind Diät-Apps nur bedingt geeignet. Das zeigte auch der aktuelle VKI-Test: In insgesamt fünf von acht Apps fanden sich zumindest einzelne Falschaussagen oder wissenschaftlich nicht belegte Behauptungen. Zwei der geprüften Apps ("Die 90 Tage-Diät", "Diät Coach LITE") rieten zu einem einseitigen und unausgewogenen Speiseplan.

Checkliste Diät-Apps - wichtige Qualitätskriterien im Überblick

- Ist das Programm ausgewogen? Im Fokus jeder Diät sollten die langfristige Umstellung des Speiseplans und ein ergänzendes Sportprogramm stehen. Das gilt auch für gute Online-Diäten.

- Sind die Diätziele realistisch? Programme, die innerhalb kurzer Zeit einen hohen Gewichtsverlust in Aussicht stellen, sind entweder nicht seriös oder bringen ein gesundheitliches Risiko mit sich. Realistisch sind 0,5 bis maximal 1 Kilogramm Gewichtsabnahme pro Woche.

- Wird auf individuelle Voraussetzungen eingegangen?Bei der Anmeldung sollte die Diät-App nach Alter, Größe, Geschlecht, Gewicht und Erkrankungen fragen. Nur so können gesundheitliche Risiken minimiert und individuelle Empfehlungen gegeben werden.

- Ist die App sparsam mit Nutzerdaten? Der Datenhunger mancher Diät-Apps ist groß. Experten raten aus diesem Grund, bereits vor der Installation zu prüfen, welche Zugriffsberechtigungen die Software verlangt und ob diese für die Funktion der App tatsächlich erforderlich sind.

SERVICE: Den ausführlichen Test zu Diät-Apps gibt es in der aktuellen Jännerausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT sowie online unter www.konsument.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verein für Konsumenteninformation/
Testmagazin KONSUMENT
Mag. Andrea Morawetz
Öffentlichkeitsarbeit
01/588 77 - 256
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www.konsument.at

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