Fachverband fordert beim Energieeffizienzgesetz zeitlichen Aufschub

Energielieferanten müssen ab 1.1.2015 Energieeffizienzmaßnahmen nachweisen. Da aber Rahmenbedingungen für eine gesetzeskonforme Umsetzung fehlen, fordert der FGW Aufschub um ein Jahr.

Wien (OTS) - "Die österreichische Gas- und Fernwärmewirtschaft bekennt sich grundsätzlich zur Umsetzung von Energieeffizienzverpflichtungen, was wir in der Vergangenheit auch bereits mit der Erfüllung unserer freiwilligen Vereinbarungen bewiesen haben. Neun Tage vor Inkrafttreten des Energieeffizienzgesetzes fehlt nun jedoch nicht nur die Energieeffizienz-Monitoringstelle, sondern es fehlen vor allem klare Vorgaben für die Bewertung und Anrechnung von Effizienzmaßnahmen", sagt Mag. Robert Grüneis, Obmann des Fachverbandes der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen. "Die Situation ist prekär, weil wir als Gas- und Wärmeversorger ab 1. Jänner 2015 laut Bundes-Energieeffizienzgesetz gesetzlich dazu verpflichtet sind, Nachweise und Dokumentationen über unsere Energieeffizienz abzulegen, was uns auf Grund der derzeitigen Rahmenbedingungen jedoch nicht möglich ist."

Vergaberechtliche Probleme

Zur Verzögerung beim Einrichten der Energieeffizienz-Monitoringstelle kam es aus vergaberechtlichen Gründen. "Durch die heute bekannt gewordene Aufhebung der Zuschlagsentscheidung die Energieeffizienz-Monitoringstelle betreffend, entsteht für die Unternehmen ein unzumutbarer Zeitdruck", kritisiert Grüneis. So gebe es hinsichtlich der geforderten Zielerreichung und Erfüllung des Gesetzes zahlreiche Unsicherheiten.

Schon jetzt müsse die zeitgerechte Umsetzung des Gesetzes aufgrund der bisherigen Verzögerungen ernsthaft in Frage gestellt werden. "Sollte es aber zu weiteren Verzögerungen kommen wie etwa einer im Raum stehenden Neuausschreibung der Monitoringstelle, fordern wir die Verschiebung des Inkrafttretens der Lieferantenverpflichtung um ein Jahr", sagt Grüneis abschließend.

Über den Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen:

Der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) ist die unabhängige gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Gas- und Wärmewirtschaft. Als diese nimmt der FGW bei den Themen Globalisierung, Marktliberalisierung und Versorgung eine wichtige Stellung ein. Darüber hinaus kommt den im FGW vertretenen Branchen in Umweltschutz- und Klimafragen besondere Bedeutung zu. Mit der Bereitstellung der umweltfreundlichen Energieformen Erdgas, Biogas, Fernwärme und Fernkälte sind die FGW-Mitgliedsunternehmen dazu prädestiniert, eine Schlüsselposition bei der Bewältigung anstehender Probleme auf diesem Gebiet einzunehmen.

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