Staatssekretär Mahrer: Neuer Wiener Kongress soll kontinuierlichen Diskurs über Europäisches Modell einleiten

Projekt soll Ausgangspunkt für neue Gründerzeit sein

Wien (OTS) - "Ich bin sehr froh, dass wir dieses Projekt für einen neuen Diskurs über die Zukunft Europas starten. Die Beschäftigung mit dem europäischen Modell mit seinem umfangreichen Erbe, gemeinsam mit der Jugend, kann zu einer neuen Epoche der Aufklärung führen. Es ist gut, dass Österreich mit seinem hohen Wohlstands- und Bildungsniveau damit seinen Beitrag leistet, dieses kulturelle Erbe weiter zu entwickeln und Wien zum Herzen eines neuartigen Dialoges und somit zu einem Ausgangspunkt für eine neue Gründerzeit in Europa machen will", sagte Staatssekretär Harald Mahrer bei der Präsentation der Projektidee zum neuen Wiener Kongress im Kongresssaal des Bundeskanzleramtes, bei der auch Kulturminister Josef Ostermayer, der Schauspieler Harald Krassnitzer und der Philosoph und Sozialwissenschaftler Harald Katzmair teilnahmen.

Kulturminister Josef Ostermayer: "Hier in diesem Raum wurde vor 200 Jahren der historische Wiener Kongress abgehalten. Aus diesem Anlass wollen wir aber nicht nur zurückblicken, um aus der Geschichte zu lernen, sondern auch nach vorne schauen. Wir wollen im kommenden Juli 150 junge Menschen aus ganz Europa nach Wien einladen, die Zukunft Europas zu entwerfen und in einer Schlussakte, wir nennen sie diesmal "Aufbruchsakte", wieder hier zu präsentieren."

Harald Katzmair unterstrich: "Europa sitzt auf einem großen Schatz und wir wollen mit diesem Projekt zur Wiederentdeckung der Essenz beitragen. Wir wollen kein Schülerparlament, doch die nächste Generation kann frische Perspektiven einbringen. Dabei geht es aber nicht nur um das Ergebnis, sondern auch um das Instrumentarium dieses Prozesses. Wie können mit neuartigen Tools aus Design und Architektur tragfähige Kompromisse entstehen, die auch zum fortgesetzten Dialog führen können?"

"Der Wiener Kongress hat sich vor 200 Jahren nach den Napoleonischen Kriegen in Wien zu einer supranationalen Plattform zusammengefunden und zu einer relativ langen stabilen Phase in Europa geführt. Jetzt wollen wir die Frage aufwerfen, wo steht Europa heute. Denn ökonomische und politische Krisen haben das europäische Fundament, das auf Demokratie und Aufklarung basiert, zum Wackeln gebracht. Es geht auch um eine Besinnung auf unsere geistigen und kulturellen Wert", sagte Harald Krassnitzer und erläuterte den Kreis der Geladenen: "Wir werden junge Leute nicht nur aus allen EU-Staaten, sondern auch aus jenen zehn Ländern, die in Europa der EU naheliegen, sowie Jugendliche aus Russland und Vertreter der Roma einladen. Ebenso wollen wir Menschen mit Migrationshintergrund berücksichtigen."

Das Alter sei auf 18 bis 28 Jahre festgelegt worden, Netzwerke wie das European Youth Council, das Forum Alpbach oder der Jugend-Karlspreis Aachen werden bei der Auswahl der Kongressteilnehmer unterstützen.

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