E-Control: Entgeltentwicklung für Gasnetze insgesamt konstant

Stabile Gasnetzentgelte für Industrie, Gewerbe und Haushalte im kommenden Jahr - allerdings mit Ausnahmen und zusätzlicher Beitrag von Gasspeichern zu den Netzkosten

Wien (OTS) - Die Gasnetzentgelte für das kommende Jahr bleiben im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Das wurde am Mittwoch, 18. Dezember, von der Regulierungskommission der E-Control beschlossen. Für einen typischen Haushaltskunden (15.000 Kilowattstunden Gasjahresverbrauch) steigen die Tarife im Österreichschnitt um 0,6 Prozent, für einen typischen "Großkunden" (Jahresverbrauch 90.000.000 Kilowattstunden; 8.000 Benützungsstunden) um 0,82 Prozent. "Netzbereichsspezifisch sind die Entgeltveränderungen allerdings teilweise sehr unterschiedlich. Während die Entgelte in den Netzbereichen Wien, Vorarlberg, Oberösterreich und Niederösterreich sinken, gibt es insbesondere in Kärnten und in der Steiermark stärkere Erhöhungen für alle Kundengruppen.", erläutert der Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, Martin Graf. Die Entgeltsteigerung in der Steiermark ist vorwiegend auf die hohen Investitionskosten in die Südschiene und auf die geringe Fahrweise des Kraftwerks Mellach zurückzuführen. Wenn den zusätzlichen Kosten keine zusätzlichen Gasabsatzmengen gegenüberstehen, erhöhen sich die Entgelte. Im Netzbereich Kärnten ist die Erhöhung großteils auf zusätzliche durch den Netzbetreiber nicht beeinflussbare (und damit durch exogene Faktoren bestimmte) Kosten hervorgerufen. Die Netzgebühren machen im Österreichschnitt rund ein Viertel der Gasrechnung eines Haushaltskunden aus; der Rest entfällt auf den Energiepreis sowie Steuern und Abgaben.

Beitrag von Gasspeichern wird steigen

Das kapazitätsabhängige Entgelt für Speichertransporte wird von 0,33 EUR/kWh/h auf 0,49 EUR/kWh/h im Vergleich zu 2014 steigen. "Diese Steigerung ist zwar prozentuell sehr hoch, allerdings ist sie auf eine teilweise Zuordnung von Kosten in Zusammenhang mit dem Leitungsprojekt 'Westschiene' und den korrespondierenden Netz-Investitionen in Oberösterreich zurückzuführen, welche auch aufgrund von Kapazitätsanfragen von Speicherunternehmen hervorgerufen wurde", begründet Graf, der gleichzeitig darauf hinweist, dass man in absoluten Zahlen von einem zusätzlichen Kostenbeitrag in Höhe von rund 3 Millionen Euro pro Jahr im Vergleich zum Vorjahr liege. Diese Zahl sei verglichen mit den laufenden Aufwendungen von Speicheranlagen gering, konstatiert Graf und ergänzt, dass das Speichernetzentgelt rund ein Prozent der Kosten für Speicherprodukte beträgt. Eine negative Auswirkung auf die Versorgungssicherheit ist daher auszuschließen, vielmehr wäre der Netzanschluss der neuen Speicher, die einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten, ohne die Investitionen nicht möglich gewesen. Verglichen mit anderen europäischen Ländern ist die neue Entgelthöhe immer noch im niedrigsten Bereich.

Gaslieferantenwechsel spart bis zu 300 Euro pro Jahr

Für einen Haushaltskunden in Wien sinken die Gasnetzentgelte um ein Viertel Prozent, das bedeutet auf die gesamte Energierechnung bezogen, dass die Gaskosten gleich hoch bleiben. "Bei einem Wechsel des Lieferanten kann aber ein Vielfaches eingespart werden", betont Graf und rät zu einem Anbietervergleich. In Wien spart sich ein Durchschnittshaushalt mit dem Wechsel des Gaslieferanten pro Jahr derzeit 266 Euro, in Linz sind es sogar knapp über 300 Euro. Den günstigsten Gasanbieter finden Konsumenten in wenigen Minuten mit dem Internet-Tarifkalkulator der E-Control (www.e-control.at/tarifkalkulator) oder über die Energie-Hotline der E-Control (0810 10 25 54; 4,40 Cent pro Minute).

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