Schwarzmann zu Weihnachten & Neujahr: Bewusst einkaufen und restlos genießen!

Empfehlung der ARGE Österreichische Bäuerinnen für die kommenden Feiertage

Wien (OTS) - "Die Feiertage rund um Weihnachten und Neujahr verleiten zu Großeinkäufen, denn Familie und Gäste sollen gut versorgt werden. Wer zu viel einkauft und nach Silvester gleich wieder genießbare Lebensmittel im Müll entsorgt, belastet nicht nur seine Geldbörse, sondern auch Umwelt und Klima, denn Lebensmittelverschwendung ist Ressourcenvergeudung. In jedem Stück Brot, Schnitzel oder Becher Joghurt stecken viel Arbeit und Energie. Es lohnt sich daher, bewusst einzukaufen und daheim darauf zu schauen, dass nichts weggeworfen wird", ruft Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann, Vorsitzende der ARGE Österreichische Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich, anlässlich der bevorstehenden Feiertage zum sorgsamen Umgang mit wertvollen Lebensmitteln auf.

Die ARGE Bäuerinnen hat in den letzten Jahren bereits viele Aktionen im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung gesetzt und wird diesen Weg auch 2015 vorantreiben. "Der Handlungsbedarf hinsichtlich Umgang und Wertigkeit von Lebensmitteln ist groß, zumal jeder Österreicher jährlich mindestens 19 kg essbare Waren im Wert von rund 300 Euro wegwirft. In Österreich wird somit alljährlich ein Lebensmittel-Müllberg von 157.000 t angehäuft, der rund 1 Mrd. Euro wert ist. Die Kosten für Umwelt und Klima, die jedes essbare Lebensmittel im Müll verursacht, sind da noch nicht inbegriffen", so Schwarzmann.

Bewusst und gezielt einkaufen mit Liste lohnt sich

Um zu verhindern, dass für die kommenden Feiertage viel zu viel eingekauft wird, raten Österreichs Bäuerinnen zur Verwendung eines Einkaufszettels. Zudem sollte man bei Aktions- und Lockangeboten kritisch sein und jetzt zu Weihnachten und zum Jahreswechsel besonders darauf schauen und regionale Lebensmittel bevorzugen. "Das nützt nicht nur den heimischen Bauernfamilien, sondern auch Umwelt und Klima", zeigt die Bundesbäuerin auf.

Sinneskontrolle zahlt sich aus

Zudem sollte man abgelaufene Lebensmittel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum nicht gleich wegwerfen, sondern eine Sinnes-Kontrolle durchführen und die Waren sehen, riechen und schmecken.

"Sieht das Produkt noch gut aus, riecht es so, wie es riechen soll und schmeckt es gut, kann es grundsätzlich noch gegessen werden. Bei besonders leicht verderblichen Waren wie etwa Fleisch und Fisch ist allerdings unbedingt das aufgedruckte Verbrauchsdatum zu beachten", erklärt die Vorsitzende der ARGE Österreichische Bäuerinnen.

"Auch wenn man subjektiv oft das Gefühl hat, dass alles teurer geworden ist, sollte man sich vor Augen führen, dass laut Statistik jeder von uns heute nur mehr rund 12% seines Einkommens für Lebensmittel ausgibt. 1950 waren es noch 45%. Lebensmittel sind heute also immer noch sehr preiswert und das bei höchster Qualität. Je preiswerter, umso weniger wert und umso schneller im Mistkübel, dürfte vielfach das Motto in der Praxis lauten. Mit den 157.000 t essbaren Lebensmitteln, die in Österreich im Abfallkübel landen, könnte man rund 500.000 Personen ein Jahr lang ernähren. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit sollte man sich nicht zu regelrechten Hamsterkäufen verleiten lassen, sondern einen Einkaufszettel verwenden und bewusst zu heimischen Lebensmitteln greifen", betonte Schwarzmann abschließend.
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