FPÖ-Leyroutz: "Es wird wieder beschwichtigt"

Hohe Krebsrate in Kärnten muss analysiert werden, hängt aber gewiss nicht mit HCB zusammen

Klagenfurt (OTS) - "Die rot-grün-schwarze Koalition beschwichtigt wieder. Es ist leider eine Tatsache, dass Kärnten in der österreichweiten Statistik über Krebserkrankungen eine traurige Spitzenposition einnimmt. Dieses Faktum wird von den Gesundheitsreferenten, welche seit Jahrzehnten die SPÖ stellt, verheimlicht. Es fehlt jede Analyse über die Ursachen, die Berichte des Krebsregisters verschwinden in den Schubladen der Sanitätsbehörde", kritisiert der Klubobmann der Kärntner Freiheitlichen, Mag. Christian Leyroutz.

Er betont gleichzeitig, dass es unhaltbar und unseriös sei, die auffallende Krebshäufigkeit mit dem HCB-Problem in Verbindung zu bringen. Dass das Asbest-Problem im Görtschitztal ein Ansteigen der Krebsinzidenz bewirkt hat, wisse man von einer Studie des Sozialministeriums. Doch das erkläre nicht alles. "Die zuständige Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner versagt auch bei diesem Thema. Es ist zu untersuchen, warum Kärnten so viele Krebserkrankungen hat wie kein anderes Bundesland hat. Leyroutz nimmt Bezug auf Unterlagen von Statistik Austria, denen die Zahlen bösartiger Erkrankungen aus den Jahren 2009 bis 2011 zugrunde liegen. Demzufolge erkranken in Kärnten 375 von 1.000 Männern bis zum 75. Lebensjahr und 293 Frauen an Krebs, während es im Bundesschnitt nur 325 Männer und 241 Frauen sind. Kärnten nehme bei mehreren Tumorarten (z.B. Lunge, Gebärmutter, Prostata) eine traurige Spitzenposition ein. "Doch im Gesundheitsreferat forscht man seit Jahren nicht nach, warum 224 von 1.000 Frauen in Kärnten an Gebärmutterkrebs erkranken, österreichweit nur 200, warum 101 von 1.000 Kärntnern Prostatakrebs bekommen, österreichweit 85. Das kann aber muss nicht an Umwelteinflüssen liegen, schuld daran kann u.a. auch ein Engpass bei Vorsorgeangeboten durch einen Mangel an Fachärzten, der in Kärnten leider gegeben ist, sein. Kärnten hat zum Beispiel wenige Urologen. Wir wissen es nicht und das Schlimme ist, dass es die Gesundheitsreferentin Prettner und die Sanitätsbehörde nicht interessiert. Wie schon das HCB-Problem wird auch dieses beunruhigende Phänomen beschwichtigt", stellt Leyroutz fest. Die Gründe und Ursachen müssen seriös erforscht werden", fordert Leyroutz abschließend.

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