Kneifel: Europabewusstsein durch kulturelle Projekte stärken

Donau-Limes soll UNESCO-Welterbe werden

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Kultur ist für europäisches Bewusstsein und eine europäische Identität wesentlich. Daher sind die Abkommen des Europarats, die heute auf der Tagesordnung des Bundesrats stehen, eine wichtige Grundlage für die europäische Weiterentwicklung der europäischen Gesinnung, für europäische Projekte und die europäische Kulturpolitik. Sie können wertvolle Dienste für das Europabewusstsein leisten. Das sagte heute, Donnerstag, der Fraktionsvorsitzende der ÖVP-Bundesräte, Gottfried Kneifel, im Bundesrat.

Bei einem Abkommen geht es um den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft. Es enthält vor allem die Verpflichtung zur Förderung und Sicherung des freien, demokratischen Zugangs zum kulturellen Erbe als Ausdruck des Rechts auf freie Teilhabe am kulturellen Leben. Beim zweiten Abkommen geht es um den Schutz des archäologischen Erbes. Ziel ist die Schaffung eines Rechtssystems zum Schutz der Bodendenkmäler, so etwa durch Errichtung eines Inventars, Einrichtung von archäologischen Schutzzonen sowie der Verpflichtung zur Meldung von Funden an die zuständigen Behörden. "Täglich werden in Österreich 22,4 Hektar Boden verbraucht - nicht nur landwirtschaftlich, sondern beispielsweise auch durch Baumaßnahmen", so Kneifel. "Diese beiden Abkommen sollen ein neues Fundament legen. Wir müssen uns unserer kulturpolitischen Verantwortung stellen. Die Abkommen sind ein Schritt in die richtige Richtung."

"Verträge alleine nützen aber nichts, wir müssen auch konkret etwas tun", führte Kneifel in diesem Zusammenhang als positive Beispiele Oberösterreichs Landesausstellung 2018, die unter dem Motto "Welterbe Donaulimes" stehen wird, sowie die Landesausstellung 2020, die zu Pfahlbauten geplant ist, an. Diese seien "hervorragende Botschafter für Österreich und unsere kulturelle Vergangenheit", so Kneifel. "Früher war Limes eine Militärgrenze. Heute haben wir die Chance, aus dieser ein Friedens-Denkmal Europas zu machen und eine neue Identität zu schaffen. Es ist wichtig, zu wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Wir dürfen kulturelles Erbe, das auch den Wirtschaftsbereich, den Tourismus und das Museumswesen berührt, nicht verspielen", meinte Kneifel.

"Europa muss sich auf das besinnen, was es zusammenhält und mehr sein als nur eine ökonomische Idee oder eine gemeinsame Währung. Europa braucht eine eigene kulturelle Identität. Europa soll sich anhand diesen kulturellen Erbes gemeinsame Ziele setzen und gemeinsame Projekte durchführen", untermauerte der Bundesrat abschließend. (Schluss)

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