Grüne/Lesjak/Johann zur HCB-Causa: "Nichts darf unter den Teppich gekehrt werden!"

Grüne legen Maßnahmenkatalog zur Verschärfung der Umweltkontrollen vor. Unabhängige externe Experten-Revision soll HCB-Causa prüfen

Klagenfurt (OTS) - "Im Zusammenhang mit der HCB-Causa Görtschitztal ist die Schaffung neuer Perspektiven für die Menschen vor Ort, eine Verschärfung des Kontroll- und Überwachungssystems von potentiell gefährlichen Industriebetrieben sowie eine rest- und lückenlose Aufklärung unbedingt notwendig", fordert die Klubobfrau der Grünen, Barbara Lesjak.

"Zusätzlich zum HCB-U-Ausschuss muss eine externe Experten-Revision eingerichtet werden, die den gesamten relevanten Zeitraum, beginnend mit den Ablagerungen von Giftstoffen seitens der Donauchemie in Brückl über die Erstellung des Bescheids, mit welchem die Beimengung von HCB-haltigem Blaukalk im Werk der Firma Wietersdorfer genehmigt wurde, bis hin zur Kommunikation von Behörden und Politik ab dem Auftreten erhöhter Werte untersucht wird", so Lesjak.

"Angesichts der traumatischen Erfahrungen der Görtschitztaler ist es wohl die wichtigste Maßnahme fürs Görtschitztal, dass Landesrat Rolf Holub die Blaukalk-Verarbeitung in Wietersdorf behördlich verboten hat", erklärt LAbg. Michael Johann, Mitglied des HCB-U-Ausschusses. "Wir Grünen wollen, dass Genehmigung und Kontrolle von potenziell gefährlichen Industrieanlagen in Zukunft von einer Behörde ausgehen und dass es in ganz Österreich ein einheitliches Anlagenrecht gibt. Bei der Entsorgung muss ein strengeres, permanentes Monitoring aller umweltrelevanten Auflagen von unabhängigen Überprüfungsstellen durchgeführt werden", so Johann.

Johann verspricht vollkommene Aufklärung des HCB-Skandals im Untersuchungsausschuss: "Mit dem HCB-Skandal sind Altlasten aus vergangenen Zeiten an die Oberfläche getreten. Altlasten im abfallwirtschaftlichen wie im politischen Sinn. Wir Grünen sind angetreten, um diese zu beseitigen und werden dafür sorgen, dass nichts unter den Teppich gekehrt wird. Die ganze Wahrheit muss ans Licht kommen. Angesichts des Skandals um die HCB-Emissionen hat die Bevölkerung im Görtschitztal ein Recht zu erfahren, warum im Bescheid von 2010 keine HCB-Messungen und Grenzwerte vorgeschrieben wurden die Firma die Verarbeitung anders durchgeführt hat, als eigentlich vorgesehen."

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