„Universum History“ erzählt die Geschichte des Weihnachtsbaums

Am 19. Dezember um 22.45 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Er schmückt Paläste, einfache Stuben, Einkaufsstraßen und Dorfplätze - ein europäisches Weihnachtsfest ohne ihn ist kaum vorstellbar. Die Rede ist vom Weihnachtsbaum, dem ultimativen Symbol der christlichen Feierlichkeiten zur Geburt Jesu. Doch kaum jemand kennt die Geschichte dieser Tradition, weiß, woher dieser Brauch ursprünglich stammt. Die in HD produzierte "Universum History"-Dokumentation "Der Weihnachtsbaum" von Alexander Hogh (Bearbeitung: Caroline Haidacher) erzählt am Freitag, dem 19. Dezember 2014, um 22.45 Uhr in ORF 2, wie dieser Brauch im 16. Jahrhundert vom Elsass ausgehend die Welt eroberte.

Jahr für Jahr verwandeln Schmuck und Kerzen Tannenbäume in Europa zum stärksten Symbol weihnachtlicher Freude und Behaglichkeit. Es ist wohl die Sehnsucht nach Licht und nach dem Frühling, die die Menschen auf die Idee gebracht hat, in der dunkelsten Zeit des Jahres einen grünen Baum mit Lichtern aufzustellen. Die Spur dieses Brauchs führt nach Schlettstàdt im Elsass - heute Sélestat. Der Legende nach waren Tannenbäume in der Weihnachtszeit ursprünglich nur eine Notlösung:
Das "Paradies-Spiel" - ein Theaterstück, das jährlich am 24. Dezember aufgeführt wurde, erfreute sich damals nämlich besonders im Elsass großer Beliebtheit. Das Symbol der Sünde - der Apfel - war dafür unverzichtbar. Als Ersatz für den Apfelbaum, der um die Weihnachtszeit seine Blätter längst verloren hatte, nahm man schließlich einfach einen Tannenbaum.

Das Jahr 1568: In Schlettstàdt, rund 40 Kilometer südwestlich von Straßburg, wird das wilde Schlagen von Tannenbäumen reglementiert. Dieses Verbot gilt heute als erste historische Erwähnung des Weihnachtsbaums - ein Verbot, um das sich im Übrigen niemand kümmerte. Als Konsequenz legte der Stadtrat zumindest fest, wie der geschmückte Baum auszusehen hatte: verziert mit Hostien und Äpfeln. Schließlich breitet sich der Brauch in ganz Europa aus - anfangs vor allem in Adelskreisen. In diesen verkehrt im 19. Jahrhundert auch der junge Dichter Johann Wolfgang von Goethe. In Straßburg lernt er den Weihnachtsbaum kennen. Er lässt seinen berühmten "Werther" beim Anblick eines aufgeputzten Weihnachtsbaumes in "paradiesische Verzückung" geraten.

Dass der Weihnachtsbaum in den angelsächsischen Raum und damit in die ganze Welt gelangte, ist der englischen Queen Victoria zu verdanken. Ihr Mann Albert hatte als Kind die prächtigen Lichterbäume in den Adelshäusern der Herzogtums Sachsen-Coburg gesehen. Als Erwachsener wollte er die Kindheitserinnerung im Hause seiner Familie wieder lebendig werden lassen - seine Frau Victoria erfüllte ihm den Herzenswunsch. Ein Bild in der "Illustrated London News" aus dem Jahr 1848 zeigt die königliche Familie um den festlichen Baum versammelt -dieses Bild machte den Weihnachtsbaum schließlich in Großbritannien populär.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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