„matinee“ am 21. Dezember: „Stille Nacht“-Doku und Porträt Vesselina Kasarova

Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „Vom Gebrauch der Dinge: Die Computertastatur / Das Radio“

Wien (OTS) - Weihnachtliche Stimmung verbreitet die "matinee" am Sonntag, dem 21. Dezember 2014, um 9.05 Uhr in ORF 2: So startet der von Martin Traxl präsentierte Kulturvormittag mit Renate Lachingers Dokumentation "Ein Lied geht um die Welt - Stille Nacht, eine Friedensbotschaft aus Salzburg", die sich auf Spurensuche nach dem bekanntesten Weihnachtslied der Welt begibt. Danach bringt ORF 2 um 9.35 Uhr mit die "Die Kunst der Verwandlung - Vesselina Kasarova" ein von Elisabeth Malzer und Andrea Thoma gestaltetes Künstlerporträt der gefeierten, und sonst eher als medienscheu bekannten Mezzosopranistin, die heuer auch beim traditionellen Adventkonzert "Christmas in Vienna" auftritt (am 23. Dezember in ORF 2, am 24. Dezember in ORF III). Um 10.35 Uhr vermittelt "Die Kulturwoche" einen Einblick in das aktuelle österreichische und internationale Kulturgeschehen. Zum Anschluss der "matinee" zeigt ORF 2 um 10.55 Uhr eine weitere Folge der kultigen Kurzreihe "Vom Gebrauch der Dinge", in der Peter Fichna schlecht übersetzte technische Gebrauchsanweisungen vorträgt: diesmal "Die Computer-Tastatur / Das Radio".

"Ein Lied geht um die Welt - Stille Nacht, eine Friedensbotschaft aus Salzburg" (9.05 Uhr)

Am Weihnachtsabend des Jahres 1818 wurde das bekannteste Weihnachtslied der Welt in Oberndorf bei Salzburg uraufgeführt. Der Text stammt von Joseph Mohr, die Melodie von Franz Xaver Gruber. Heute wird "Stille Nacht, Heilige Nacht" in mehr als 350 Sprachen und Dialekten gesungen. Seit dem Fund eines Autographs von Joseph Mohr im Jahr 1995 weiß man, dass der Text zu "Stille Nacht" bereits 1816 geschrieben wurde. Damals war der 24-jährige Mohr Hilfspriester in Mariapfarr, einem Wallfahrtsort im Lungau. 1818 komponierte der Lehrer Franz Xaver Gruber im Schulhaus von Arnsdorf die dazugehörige Melodie. Niemand ahnte, wie stark die Wirkung auf die Nachwelt sein würde.
Die Entstehungsgeschichte von "Stille Nacht" in Spielfilmform gibt es schon am Donnerstag, dem 18. Dezember, zu sehen: ORF III zeigt um 21.05 Uhr Franz Xaver Bogners "Das ewige Lied" mit Tobias Moretti als Josef Mohr und Heio von Stetten als Franz Xaver Gruber.

"Die Kunst der Verwandlung - Vesselina Kasarova" (9.35 Uhr)

Die gebürtige Bulgarin Vesselina Kasarova wollte eigentlich Konzertpianistin werden, entdeckte aber bald ihre Leidenschaft für den Gesang. Sie startete rasch eine internationale Karriere, die selbst für den schnelllebigen Opernbetrieb beachtlich war. Ob Zürich, Wien, Paris, Madrid, New York, London oder Salzburg - die Kasarova ist überall gefragt, beliebt und erfolgreich. Tatsächlich ist sie eine Verwandlungskünstlerin - einerseits ein Weltstar mit einer charismatischen Bühnenpräsenz, privat aber eher eine scheue und introvertierte Persönlichkeit.
Für das TV-Porträt ließ die Kasarova 2004 erstmals ein Kamerateam in ihr Zürcher Haus, wo besonders berührende Bilder entstanden. Nach Jahren der Abwesenheit gab die Mezzosopranistin endlich wieder ein Konzert in ihrer Sofioter Heimat, mit der sie trotz vieler Jahre im Ausland nach wie vor enge Bande verbinden und wo ihr Familie und Bevölkerung stets einen besonders herzlichen Empfang bereiten.
In Wien begann ihre Weltkarriere, doch das Engagement an ein Haus wie die Wiener Staatsoper kam wohl zu früh, wie die Kasarova im Film anklingen lässt. Heute bereiten ihr hier vor allem Konzertauftritte wie mit Nikolaus Harnoncourt, oder bei "Christmas in Vienna" große Freude.
Zwischen Opernauftritten, Fernsehaufnahmen und vielen anderen Verpflichtungen ging die Kasarova stets auch in ihrer Rolle als Mutter eines Sohnes auf, den sie - gemeinsam mit Ehemann Roger - in Zürich aufgezogen hat.
Selten hat sich Vesselina Kasarova so geöffnet wie in diesem Filmporträt: So entstand ein berührendes Dokument über eine wunderbare Künstlerin und tiefsinnige Denkerin, die stets an sich arbeitet, das Beste aus dem Menschen Kasarova herauszuholen, um es in ihre künstlerische Darstellung einfließen zu lassen.

Die "matinee" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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