FPÖ-Karlsböck: Klares Nein zum neuen Fortpflanzungsmedizingesetz

Ein Kind dürfe nicht zur Ware degradiert werden, die ethische Diskussion stehe aus

Wien (OTS) - Der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, freiheitliche Gesundheitspolitiker und Arzt, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, spricht sich im heutigen Gesundheitsausschuss klar gegen die Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz aus, die gegen fundamentale ethische Grundwerte verstoße und aus vielerlei Gründen abzulehnen sei.

"Angesichts der höchst umstrittenen Neuerungen in der anstehenden Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz vermisse ich eine dringend notwendige, breite Diskussion zu fundamentalen ethischen Grundfragen", betont Karlsböck. Mit der Eizellenspende werde nämlich die Kommerzialisierung des weiblichen Körpers vorangetrieben und damit die Büchse der Pandora geöffnet. Der Schritt zum "Designerbaby" sei nicht mehr weit und von der Präimplantationsdiagnostik werde de facto die längst überwunden geglaubte Unterscheidung zwischen "unwertem" und "wertem" Leben erwartet. Was hier als "Befreiung" und "Fortschritt" gefeiert werde, rüttle in Wahrheit an den Grundfesten unserer christlich geprägten Wertegemeinschaft.

So schlimm medizinisch bedingte Kinderlosigkeit auch sein möge, hier gehe es in erster Linie um das Recht des Kindes auf Vater und Mutter, das mit Füßen getreten werde, betont Karlsböck. Es sei nämlich völlig inakzeptabel, dass man Kinder zur Ware degradiere und eine Selektion unseligen Angedenkens fördere, während man die psychischen Folgen einer künstlichen Befruchtung für die Frauen völlig ausblende, begründet der freiheitliche Gesundheits- und Wissenschaftspolitiker seine Ablehnung der Novelle zum Fortpflanzungsmedizingesetz, dessen Begutachtungsfrist im Übrigen viel zu kurz gewesen sei. "Offensichtlich scheut die rot-schwarze Bundesregierung die breite Ablehnungsfront und versucht, so schnell wie möglich vollendete Tatsachen zu schaffen", so Karlsböck.

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