Fortpflanzungsmedizin: Schönborn unterstützt Protest-Plattform

Kardinal Christoph Schönborn appelliert an Politiker: Gesetz zurückstellen und nur das reparieren, was unbedingt notwendig ist - Debatte braucht "Tiefgang, Breite und vor allem Entschleunigung"

Wien, 17.12.2014 (KAP) Die neue Plattform gegen das geplante Fortpflanzungsmedizingesetz erhält Unterstützung von Kardinal Christoph Schönborn: "Ich bin dankbar, dass sich Christen mit Kompetenz und Engagement bei grundlegenden ethischen Fragen wie jenen rund um die Reproduktionsmedizin zu Wort melden und dazu Allianzen in der Gesellschaft bilden", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz am Mittwoch gegenüber "Kathpress". Die Debatte zu diesem Thema brauche "Tiefgang, Breite und vor allem Entschleunigung", so Schönborn, der die "unverständliche Eile" bei diesem Gesetzesvorhaben erneut kritisierte.

Es sei grundsätzlich positiv, dass die parlamentarische Befassung mit einem Expertenhearing begonnen habe, sagte der Kardinal im Blick auf die sehr kontrovers geführte Debatte im Gesundheitsausschuss am Mittwoch. Damit es nicht als "Feigenblatt" wahrgenommen wird, sei eine umfassende Meinungsbildung im Hohen Haus nötig. So wie bei der Frage nach der Menschenwürde am Lebensende "braucht es zumindest auch eine Enquete-Kommission zur Menschenwürde am Beginn des Lebens".

Kardinal Schönborn: "Ich appelliere daher an die persönliche Verantwortung unserer Volksvertreter, den Gesetzesentwurf vorerst zurückzustellen und nur jene Änderung vorzunehmen, die durch den Spruch des Verfassungsgerichtshofes unbedingt notwendig ist."

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(forts. mgl.) pwu/hkl/

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