Bundesrat-Enquete - Blatnik: Die Duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell

SPÖ-Bundesrätin Kurz: Strukturelle Benachteiligungen von Mädchen und Frauen bekämpfen

Wien (OTS/SK) - "Die Duale Ausbildung ist ein international wertgeschätztes Erfolgsmodell. Dabei ist die Bildungsoffensive 'Lehre mit Matura' besonders wichtig", eröffnet die Präsidentin des Bundesrats, Ana Blatnik, Mittwoch die Enquete des Bundesrats zum Thema Duale Ausbildung. Blatnik und SPÖ-Bundesrätin Susanne Kurz unterstützen die Anliegen von Bildungs- und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: "Strukturelle Benachteiligungen von Mädchen und Frauen müssen angegangen werden, indem wir die Frage der Bewertung von Arbeit wieder aufnehmen", betont Blatnik. ****

"Persönliche Motive der Berufswahl hängen oft vom Elternhaus ab. Die meisten Frauen entscheiden sich für drei Berufe: Verkäufern, Frisörin, Sekretärin", stellte Blatnik fest und forderte gemeinsam mit Heinisch-Hosek: "Mit solch althergebrachten Anschauungen müssen wir aufräumen. Wir wollen Frauen fördern, besonders technische Berufe zu ergreifen. Mit verbindlicher Berufsorientierung wollen wir diese Situation verbessern."

"Als Gender- und Diversity-Beauftragte des Landesschulrats Salzburg weiß ich: Ein geschlechtersensibles Umfeld kann nicht früh genug ansetzen. Geschlechtersensible Umgangsweisen müssen bereits im Kindergarten beginnen, um Geschlechterstereotypen gar nicht erst entstehen zu lassen", erklärte SPÖ-Bundesrätin Susanne Kurz und führte aus: "Es geht darum, dass Jede und Jeder seine individuellen Erfahrungen unabhängig des Geschlechts entdecken kann. Erst dann kann eine gerechte Berufswelt entstehen. So wird es möglich sein, mehr Mädchen Chancen in technischen Berufen zu geben und zukünftig mehr männliche Volksschullehrer zu haben."

"Als Berufsschullehrerin unterrichte ich seit 35 Jahren. Deshalb weiß ich: Nicht stumpfes Auswendiglernen, sondern selbstständiges Erarbeiten von vernetzten Inhalten hat Zukunft", führte Blatnik in der Diskussion aus und betonte abschließend: "Eine Schule, die Spaß und Freude macht, wo die SchülerInnen im Mittelpunkt stehen, wo die LehrerInnen als BeraterInnen agieren, muss Realität werden. Dafür setze ich mich sowohl als Lehrerin als auch als Politikerin ein!" (Schluss) sc/ll/mp

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