Österreichs neue Landkrimi-Reihe startet in Niederösterreich

ORF-Premiere für „Die Frau mit einem Schuh“ von Michael Glawogger mit Nina Proll, Karl Fischer u. v. m.

Wien (OTS) - Mörderisch, spannend und durch und durch österreichisch - so präsentiert sich die neue ORF-Landkrimi-Reihe ab Donnerstag, dem 18. Dezember 2014, um 20.15 Uhr in ORF eins. Kriminalistischer Startpunkt ist Niederösterreich, wo Nina Proll und Karl Fischer "Die Frau mit einem Schuh" suchen. Die beiden Polizisten gehen einem mysteriösen Mordfall nach. An verschiedenen Orten tauchen Leichenteile von ein und derselben Frau auf - und schon bald fügt sich ein mörderisches Puzzle zusammen. An der Seite des Ermittlerduos Proll und Fischer spielen weiters Edita Malovcic, Johannes Krisch, Robert Palfrader, Wolf Bachofner, Hary Prinz, Wolfgang Hübsch, Ingrid Burkhard, Michou Friesz u. v. a. Michael Glawogger, der vor allem dem Kinopublikum mit seinen Dokumentarfilmen wie "Whores' Glory" ein Begriff ist und bereits mehrfach international prämiert wurde, zeichnet nicht nur für Regie, sondern auch für das Drehbuch verantwortlich. Mitte Juli 2013 drehte der im Frühjahr 2014 tragisch verstorbene Regisseur mit "Die Frau mit einem Schuh" in Pitten in Niederösterreich seinen ersten TV-Film. Neben Pitten wurde u. a. auch in Schwarzau, Bad Erlach, Wiener Neustadt, Baden, Bad Fischau und Lanzenkirchen gedreht.

Fortsetzung folgt ...

Und auch Steiermark und Vorarlberg werden noch im Dezember zum Bundesland des Verbrechens. Mit "Steirerblut" steht 20. Dezember die ORF-Premiere des Steirer-Landkrimis und mit "Alles Fleisch ist Gras" am 27. Dezember die Vorarlberg-Premiere um jeweils 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF eins. Weitere ORF-Landkrimis wurden bereits produziert bzw. sind in Vorbereitung. Für "Kreuz des Südens" standen Andreas Lust und Franziska Weisz für Barbara Eder im Burgenland vor der Kamera. Mit "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" inszenierte Andreas Prochaska Ende August den Kärnten-Landkrimi mit Gerhard Liebmann und Simon Hatzl. Und auch Oberösterreich steht bereits in den Startlöchern: Nikolaus Leytner dreht ab Februar 2015 im Mühlviertel "Der Tote am Teich" mit Josef Hader und Maria Hofstätter.

Nina Proll und Karl Fischer über Michael Glawogger

Der Tod von Michael Glawogger hat auch Nina Proll sehr schockiert:
"Man fühlt sich plötzlich mit dem Film alleine gelassen. Und ich habe mehrere Gefühlsphasen durchlebt - ich war geschockt, wütend und letztendlich sehr, sehr traurig. Es ist eine Tragödie, dass so ein toller Mann und Regisseur nicht mehr da ist und dass man diesen Erfolg, den dieser Film jetzt hat, nicht mehr mit ihm teilen kann." Und auch Karl Fischer konnte es gar nicht glauben, besonders seine Rolle wird ihn immer an Michael Glawogger erinnern: "Die Figur heißt nicht umsonst Michael - es war ein bisserl ein Alter Ego vom Michael Glawogger. So ein Raunzer, aber eigentlich ein netter Raunzer. Ich glaub, ich bin auch ein bisserl ein Raunzer - aber das sind doch alle Österreicher."

Nina Proll: "Die Sprache hat viel mehr Kraft, wenn sie im Dialekt gesprochen wird"

"Es ist natürlich viel besser zu spielen, wenn es im Dialekt ist", sagt Nina Proll und meint weiter: "Es ist viel direkter und die Sprache hat viel mehr Kraft, wenn sie im Dialekt gesprochen wird. Diese Emotionalität lässt sich mit Hochdeutsch nie so herstellen. Einen gewissen Charme oder Schmäh kann man auch auf Hochdeutsch nicht erzählen. Ich liebe es." Besonders an ihrer Rolle gefällt Nina Proll auch das etwas andere Frauenbild: "Franzi hat etwas gehabt, was ich so vom Fernsehen her noch nicht gekannt habe. Sie ist eine Frauenfigur, die Verhaltensweisen an den Tag legt, die man im Fernsehen nur von Männern bekommt. Sie kommt beispielsweise nach Hause, ihr Mann hat gekocht und den Tisch schön gedeckt, sie nimmt sich den Teller und setzt sich vor den Fernseher. Das ist einfach ein simples Bild, aber es beschreibt die Figur sehr gut. Ich finde, wir brauchen solche Frauenfiguren viel mehr noch - Frauen, die ihre gewohnten Verhaltensweisen verlassen. Sie hat viele Züge, die man nur von männlichen Kommissaren kennt - und genau das hat mich gereizt.

Karl Fischer: "Es war immer klar, ich kann nicht singen"

Für diese Rolle musste Karl Fischer sich auf neues Terrain begeben und erstmals vor der Kamera singen: "Ich habe vor diesem Film eigentlich nie gesungen. Es war immer klar - auch schon in der Schule - ich kann nicht singen. Für diesen Film sollte ich aber dann 'Unchain My Heart' singen, und da hab ich mir von den Schmetterlingen den Herbert Tampier als Lehrer genommen - und wir haben geübt. Ich glaub, es ist dann ganz gut gegangen - für Karaoke. Und ich mach jetzt auch weiter, es wird sicher nie für die große Aufführung reichen, aber es macht Spaß."

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In einem Schotterteich in der Nähe von Wiener Neustadt schwimmt dunkles Haar. Und bei einer Wehr wird ein Fuß mit einem Damenschuh gefunden. Polizeidienststellenleiterin Franzi (Nina Proll) und ihr älterer Kollege Michael (Karl Fischer) sehen sich mit einem wachsenden Puzzle von Leichenteilen konfrontiert. Die Zentrale in Wiener Neustadt stellt fest, dass sie von derselben Person stammen. Aber von welcher? Seit einem Ausbruch aus der nahegelegenen Vollzugsanstalt vor einem Jahr ist in der Gegend nichts passiert. Dann taucht der sonderbare Mechaniker Gerry (Johannes Krisch) mit einem blauen Kombi auf, der damals eine Rolle gespielt haben soll. Zufall?

"Die Frau mit einem Schuh" ist eine Produktion der LOTUS Film GmbH in Koproduktion mit dem ORF, gefördert vom Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich.

Die ORF-Landkrimis sind als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung als Video-on-Demand sieben Tage auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) abrufbar.

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