Muchitsch: Historisch niedriges Zinsniveau jetzt für Wohnbauoffensive nutzen

Durch Haftungsübernahmen des Bundes und Beteiligungen an Wohnbaubanken zusätzlich 30.000 Wohnungen und 20.000 Arbeitsplätze schaffen

Wien (OTS/SK) - "Es geht darum, Lösungen zu finden, um die Konjunktur anzukurbeln beziehungsweise Arbeitsplätze zu schaffen und auch zu sichern", erklärte SPÖ-Abgeordneter Josef Muchitsch, der für die Initiative "Umwelt + Bauen" eine Wohnbauoffensive mit einem Volumen von 6,5 Mrd. Euro in den nächsten fünf Jahren vorstellte. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch mit dem Obmann der Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen Karl Wurm, dem Vorstandsvorsitzenden der sBausparkasse, Josef Schmidinger und dem Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel betonte Muchitsch: "Dieses Modell ist so gestaltet, dass es den Stabilitätspakt nicht berührt und unter Einhaltung des Budgetpfads der Bundesregierung abgewickelt würde." ****

Konkret soll das derzeit historisch niedrige Zinsniveau genutzt werden, um in den nächsten fünf Jahren mithilfe von Haftungsübernahmen des Bundes und Beteiligungen an Wohnbaubanken 30.000 Wohnungen und damit 20.000 Dauerarbeitsplätze zu schaffen. Besonders hob Muchitsch hervor, dass bei diesem von Experten durchgerechneten und vom Sozialministerium unterstützten "sehr innovativen Investitions-Modell" die Infrastrukturinvestitionen mitberücksichtigt wurden.

Wurm wies auf den zweigeteilten Wohnungsmarkt und den Druck in den Städten hin. "Dieses Wohnbauoffensive-Modell ist dafür gedacht, dass die Ballungsräume Luft bekommen", sagte Wurm. Der Großraum Wien, aber etwa auch Graz, wachse massiv. "Die bestehende Wohnbauförderung ist teilweise überfordert", sagte Wurm. Auch wenn Wien engagiert sei und aktuell 12.000 neue Baubewilligungen erteilt habe, plädierte Wurm:
"Nützen wir doch endlich dieses niedrige Zinsniveau."

Schmidinger erklärte, dass Bundes-Beteiligungen an Wohnbaubanken einen leichteren Zugang zu Geldern der Europäischen Investitionsprogramme und besonders günstige Gelder über die Europäische Investitionsbank (EIB) ermöglichen. "Mit Bundes-Beteiligungen wird die Bonität der jeweiligen Institute besonders unterstrichen", sagte Schmidinger.

Auch Frömmel betonte die positiven Auswirkungen des Modells auf den Arbeitsmarkt: "Es würden 30.000 Arbeitsplätze pro Jahr geschaffen werden, was über die fünf Jahre 150.000 Jahres-Arbeitsplätze bedeutet. Laut einer wifo-Analyse würde das bedeuten, dass sich langfristig in diesem Raum rund 15.000-20.000 Dauerarbeitsplätze bilden." (Schluss) up/bj

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