ÖAMTC: Parkplatzsuche in der Vorweihnachtszeit - Strafen bis 726 Euro drohen

Sowohl Reservieren des Parkplatzes als auch verkehrsbehinderndes Warten sind verboten

Wien (OTS) - Das Weihnachtsfest steht kurz bevor und einige müssen noch die letzten Geschenke besorgen. Die Einkaufszentren und -straßen werden gestürmt und Autofahrer suchen lange, teils vergeblich, nach einem Parkplatz. "Parkt man falsch, lässt sich einen Parkplatz reservieren oder behindert durch Warten auf einen Parkplatz den Verkehr, kann das teuer werden", warnt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer.

Einige Autofahrer weichen nach vergeblicher Suche auf Behindertenparkplätze aus. "Bei unberechtigtem Nutzen drohen jedoch Verwaltungsstrafen von erfahrungsgemäß 100 bis 200 Euro - maximal sogar bis zu 726 Euro", so der Experte. "Hinzu kommen die Kosten für die Abschleppung: in Wien etwa bis zu 300 Euro." Auch das Freihalten von Parklücken, beispielsweise durch Beifahrer, auf öffentlichen Flächen ist verboten und kann eine Strafe von bis zu 726 Euro nach sich ziehen.

Auf Parkplätzen bei Einkaufszentren müssen übrigens immer die Bestimmungen der jeweiligen privaten Parkplatzbetreiber eingehalten werden. "Wird gegen die vorgegebene Parkordnung verstoßen und beispielsweise nicht innerhalb der vorgegebenen Bodenmarkierungen geparkt oder kein dafür vorgesehener Parkschein verwendet, drohen Besitzstörungsklagen vor Gericht", gibt der ÖAMTC-Chefjurist zu bedenken.

Beobachtet man, wie ein Lenker ins Auto steigt und vermutet dessen Wegfahren, kann man nur auf ein zügiges Freimachen des Parkplatzes hoffen. "Durch das Warten sollte man aber den Verkehrsfluss nicht behindern", sagt Hoffer. "Wenn der Ausparkversuch zu lange dauert, muss man daher weiterfahren. Sonst drohen auch dafür Strafen bis zu 726 Euro."

Ruhe bewahren und volle Konzentration aufs Fahren legen

"Je länger man einen Parkplatz sucht, umso stärker ist man gereizt. Die Frustration steigt, aggressives und sozial unfreundliches Verhalten kann die Folge sein", weiß ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Trotzdem gilt es, so entspannt und kooperativ wie möglich unterwegs zu sein. Damit können Unfälle und Konflikte auf der Straße vermieden werden. "Woran man immer denken sollte: Auch die anderen Verkehrsteilnehmer sind eventuell gestresst und daher fehleranfälliger", hält die Expertin fest. "Umso wichtiger ist es, dass man selbst Ruhe bewahrt und sich auf das ohnehin schon komplexe Verkehrsgeschehen konzentriert. Zusätzliche Ablenkung wie Telefonieren am Steuer sollte tabu sein."

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