FPÖ-Kassegger fordert Taskforce "EU-Russland-Sanktionen"

11.000 Jobs in Österreich durch Sanktionen gefährdet - Exporte nach Russland um zwölf Prozent gesunken

Wien (OTS) - "Laut Wifo gefährden die wechselseitigen EU-Russland-Sanktionen 11.000 Jobs, da Österreich dadurch ein wirtschaftlicher Schaden von 775 Millionen Euro entsteht. Angesichts der derzeit vorherrschenden Rekordarbeitslosigkeit in Österreich würde die angespannte Situation am Arbeitsmarkt dadurch noch mehr verschärft. In dieser gefährlichen Sanktionsspirale muss die Regierung rasch eine Taskforce 'EU-Russland-Sanktionen' einrichten -dies umso mehr, da nun auch der Kurssturz des Rubel hinzukommt, forderte heute FPÖ-Wirtschaftssprecher NAbg. MMMag. Dr. Axel Kassegger.

Es müsse endlich mit der permanenten rot-schwarzen Schönrederei Schluss sein, echte Gegenmaßnahmen müssten ergriffen werden. Hier sei besonders der Wirtschaftsminister gefordert. "Österreichs Wirtschaft ist aufgrund der hohen Verflechtung mit Russland und der Ukraine definitiv betroffen. Mit einem Exportanteil von drei Prozent ist Russland mittlerweile schon der zehntwichtigste Markt für Österreich und die Exporte sind durch die Sanktionen um zwölf Prozent gesunken. Das über Jahre hinweg mit Russland aufgebaute Vertrauen wurde mit einem Federstrich zunichte gemacht. Allein das jährliche Exportvolumen der steirischen Unternehmen nach Russland beträgt rund 560 Millionen Euro. Damit liegt Russland an achter Stelle der wichtigsten Exportmärkte - seit 2010 hat sich das Exportvolumen sogar verdoppelt. Umso härter treffen diese Wirtschaftssanktionen die steirischen Unternehmen. Für heuer wird ein Rückgang der Russland-Exporte um rund 15 Prozent erwartet", erklärte Kassegger.

"Auch in der Wiener Innenstadt beklagen Geschäftsinhaber Umsatzrückgänge von bis zu 25 Prozent bei russischen Kunden. Zwischen Jänner und August 2014 sind die Tax-Free-Umsätze - sowohl der russischen als auch der ukrainischen Gäste - um 16 Prozent unter jene des Vorjahres gefallen. Ebenso klagen Hoteliers über Nächtigungsrückgänge von bis zu 20 Prozent bei den russischen Gästen. Über 500 Tonnen österreichische Äpfel hat Russland bereits zurückgeschickt oder überhaupt abbestellt. Und der Stopp des South-Stream-Projekts dürfte nicht nur die OMV, sondern auch die voestalpine treffen: Der Stahlkonzern hätte im Zusammenhang mit dem Bau der Gaspipeline heuer bereits Aufträge von rund 200 Millionen Euro an Land gezogen", führte der FPÖ-Wirtschaftssprecher aus. "Die Russland-Krise ist voll in Österreich angekommen. Nun muss die österreichische Regierung rasch reagieren. Die Sanktionen gegen Russland stoppen den weiteren Aufbau der österreichischen Exportwirtschaft mit diesem riesigen Markt. Wirtschaftsminister Mitterlehner trägt für diese dramatische Entwicklung die Verantwortung."

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