Spindelberger: Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes ist wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung

Geschäft mit Eizellen und Leihmutterschaft bleibt weiterhin verboten

Wien (OTS/SK) - Als "einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung" bezeichnet SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger die heute im Gesundheitsausschuss auf der Tagesordnung stehende Novelle des Fortpflanzungsmedizingesetzes. Die Modernisierung dieses Gesetzes ermöglicht lesbischen Paaren die Samenspende, erlaubt die Eizellenspende und die Samenspende Dritter bei der In-vitro-Fertilisation (IVF). Die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) erfolgt nur unter strengen Voraussetzungen. "Entgegen allen Unkenrufen ist diese Novelle eine wichtige und eine, die vor allem auch Rechtssicherheit gibt und durch das dezidierte Vermittlungs- und Kommerzialisierungsverbot das Geschäft mit Eizellen weiterhin verbietet", so Spindelberger am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Spindelberger betont sowohl den gesellschafts- als auch den gesundheitspolitischen Aspekt dieser Novelle. "Einerseits setzen wir damit ein klares Signal in Richtung gleichberechtigter Lebens-beziehungsweise Familienformen, andererseits reduzieren wir die Belastung, der Frauen durch eine Fehl- oder Totgeburt ausgesetzt sind. Denn diese Belastung ist größer als eine Untersuchung vor der Implantation des Embryos. Durch die PID wird unnötiges Leiden verhindert", betont Spindelberger. In Richtung kritischer Stimmen gegen die PID führt der SPÖ-Gesundheitssprecher aus, dass es nach wie vor ein grundsätzliches Verbot gibt, aber geregelte Ausnahmen dann, wenn nach drei oder mehr Anwendungen einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung keine Schwangerschaft herbeigeführt werden konnte, es bereits zumindest zu drei Fehl- oder Totgeburten gekommen ist oder aufgrund der genetischen Disposition zumindest eines Elternteils die ernstliche Gefahr besteht, dass es zu einer Fehl- oder Totgeburt oder zu einer Erbkrankheit des Kindes kommt. (Schluss) bj/rm/mp

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