Bayr zum Internationalen Tag der Migration: Diaspora in der Entwicklungspolitik mitdenken

"Mehr EZA ist nicht gleich weniger Migration"

Wien (OTS/SK) - "Diaspora Communities müssen in der Entwicklungszusammenarbeit systematisch mitgedacht und strukturell eingebunden werden", fordert Petra Bayr, SP-Sprecherin für globale Entwicklung zum Internationalen Tag der Migration am 18. Dezember das Mainstreaming des Themas Migration im allgemeinen und Diaspora Engagement im speziellen ein. "MigrantInnen können wichtige WissenträgerInnen von entwicklungspolitischen Bedürfnissen und wertvolle Brücken in ihre Herkunftsländer sein", betont Bayr. ****

MigrantInnen schicken jährlich geschätzte 400 Milliarden US-Dollar in ihre alte Heimat und leisten damit "wichtige finanzielle Unterstützung, die natürlich entwicklungspolitische Effekte hat", betont Bayr die Effekte der Rücküberweisungen. Diese Summe übersteigt die weltweiten öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) beinahe um das Vierfache. Bayr warnt vor dem Trugschluss, EZA könne Migration vermeiden: "Die Auswirkungen sind kontextspezifisch. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen mehr EZA und weniger Migration", stellt Bayr fest. "Migration ist in jeder Gesellschaft ein Phänomen des sozialen Wandels und hat unterschiedliche Ursachen. Armut ist sicher nicht der einzige Grund, warum sich Menschen rund um den Globus entscheiden, ihre Heimat zu verlassen", so Bayr. (Schluss) sc/mp

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