„Am Schauplatz nachgefragt“ am 18. Dezember: „Gegen die Kälte“

Eine warme Wohnung ist für viele Österreicher zum Luxus geworden

Wien (OTS) - Laut eines Berichts der Caritas aus dem Jahr 2012 können 229.000 Menschen ihre Wohnung nicht angemessen heizen. Doris Plank hat vor zwei Jahren darüber berichtet. Für die in HD produzierte "Am Schauplatz"-Reportage "Gegen die Kälte", die ORF 2 am Donnerstag, dem 18. Dezember 2014, um 21.05 Uhr zeigt, hat sie nachgefragt, ob es für die Protagonisten der damaligen Sendung finanziell inzwischen leichter geworden ist.

Josef Berthold musste 2013 aufgrund einer alten, defekten Gastherme in seiner Wohnung frieren. Obwohl die Stadt Wien in der kalten Jahreszeit Hilfe zugesichert hatte, glaubte er, dass darauf nur Familien Anspruch hätten. Jetzt hat der alleinstehende Mann doch um Unterstützung angesucht. "Am Schauplatz" hat ihn bei den Amtswegen begleitet. Seit 2013 muss man in der Bundeshauptstadt für eine sogenannte Energieunterstützung beim Sozialamt vorstellig werden. Dann kann man auf eine neue Gastherme oder die Erstattung der ausstehenden Energiekosten hoffen. Bis dahin hatte es 100 Euro "Heizkostenzuschuss" gegeben. Sozial schwache Menschen hatten darauf Anspruch - wie übrigens in allen anderen Bundesländern auch.

Hermine Wesch und Maria D. haben jahrelang den Heizkostenzuschuss bekommen. Seit zwei Jahren bekommen sie nichts mehr, denn zu einem Amt zu gehen und um Unterstützung anzusuchen ist den alten Damen aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Maria D. beheizt ihre 28-Quadratmeter-Wohnung nach wie vor mit einem uralten Holzofen. Richtig warm wird es halt nicht, sagt sie, auch weil die Fenster undicht sind. Die andere ältere Dame, die Doris Plank 2013 porträtierte, hat beim Heizen nach der ersten Sendung nicht mehr gespart. Weil Hermine Wesch gehbehindert war, hatte sie Wärme besonders nötig. Sie sparte dafür bei anderen Dingen. Im November 2014 ist sie gestorben.

Auch Christian D. zählt zu den Verlierern. Obwohl er nach der "Am Schauplatz"-Reportage "Der Ofen ist aus" von einem Zuseher einen neuen Ofen geschenkt bekommen hatte, wurde es für ihn, seine Frau und die kleinen Kinder nicht warm im Haus. Denn der Arbeitssuchende hatte nicht das Geld, den neuen Ofen einbauen zu lassen. Es folgte die Scheidung und die Versteigerung des Hauses. Jetzt steht der Grazer vor den Trümmern seiner Existenz und muss - wieder einmal - neu anfangen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Seit 25. Oktober sind die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie die "Bundesland heute"-Ausgaben auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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