PVÖ-Glatz zu Teuerung: Österreich bleibt Hochpreisland - Sozial Schwächere leiden besonders unter steigenden Preisen

Menschen brauchen rasch Steuerentlastung - Pensionistenverband kämpft gegen Teuerung und "Österreich-Aufschlag" in Supermärkten

Wien (OTS/PVOE) - "Mit 1,7 Prozent ist die Teuerung im November erneut gestiegen. Und wieder zählen Mieten und Dinge des täglichen Gebrauchs (Mikro- und Miniwarenkorb) zu den größten Preistreibern", kritisiert Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzsprecher des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ). "Sozial schwächere Haushalte leiden besonders unter der Teuerung, die Inflation erhöht die ungerechte Vermögensverteilung in Österreich noch zusätzlich! Es ist statistisch erwiesen, dass Haushalte mit einem Einkommen unter 1.866 Euro brutto - darunter viele PensionistInnenhaushalte - einen überdurchschnittlich hohen Anteil ihres monatlich verfügbaren Einkommens, nämlich über 40 Prozent, für Wohnen, Energie und Lebensmittel benötigen. Und genau diese Bereiche gehören Monat für Monat zu den größten Preistreibern! Hier braucht es rasch Maßnahmen! Denn keine Pensionsanpassung kann ausgleichen, was die Teuerung Österreichs Pensionisten Tag für Tag aus den Börseln stiehlt", so Glatz! Daher kämpft der Pensionistenverband mit voller Kraft gegen die Teuerung, für eine rasche Steuerentlastung und für eine 150-Euro-Gutschrift auf bezahlte Krankenversicherungsbeiträge für Bezieher geringer Pensionen. ****

"Aktuelle Zahlen der Statistik Austria belegen es auf dramatische Weise: sozial Schwächere Haushalte sind von der Inflation, den steigenden Preisen, viel stärker betroffen als Haushalte mit höheren Monatseinkommen. So betrug die durchschnittliche Teuerungsrate zwischen September 2013 und September 2014 1,6 Prozent. Dabei kamen die ärmsten zehn Prozent der Haushalte sogar auf 1,9 Prozent, die reichsten zehn Prozent aber auf nur 1,1 Prozent!", informiert Glatz, der weiter betont: "Betrachtet man die Entwicklung der Teuerung seit 2008, so ist sie für ärmere Haushalte im Durchschnitt sogar um ein Viertel höher! Das ist eine soziale Ungerechtigkeit sondergleichen! Die Teuerung muss bekämpft, die Menschen rasch spürbar entlastet werden!" Damit den Menschen "Mehr Geld im Börsel" bleibt, führt der Pensionistenverband Österreichs, die größte und mitgliederstärkste Seniorenorganisation Österreichs, einen harten Preiskampf und fordert unter anderem:

+ Ein Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen mit einem Preisstopp für Mieten (der Hauptmietzins darf den Richtwert von 20 Prozent nicht übersteigen); mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau; geringere Betriebskosten durch Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog sowie eine Streichung der Maklerprovision für Mieter

+ Den Kampf gegen den Österreich-Aufschlag in den Supermärkten durch strengere Kontrollen, die Verschärfung des Kartell-Gesetzes, ein Wettbewerbsmonitoring und strengere Strafen bei Preisabsprachen -auch auf europäischer Ebene. Die Geldbußen müssen den Konsumenten zu Gute kommen!

+ Runter mit den Energiepreisen: Energieanbieter sollen künftig verpflichtet sein, Preisreduktionen auf dem Weltmarkt an ihre Endverbraucher weiterzugeben.

+ Einen Zinsdeckel für Überziehungszinsen bei Gehalts- und Pensionskonten. Denn besonders sozial Schwache leiden unter den hohen Überziehungszinsen von durchschnittlich 10,5 Prozent.

"2015 muss Entlastungen für Österreichs Pensionisten bringen! 2015 muss eine sozial gerechte Steuerreform und einen Preisstopp bei Mieten, Lebensmitteln, Gebühren... den Dingen des täglichen Bedarfs bringen! Dafür kämpft der Pensionistenverband mit voller Kraft!", unterstreicht Glatz abschließend. (Schluss)

Info:
Die Unterschriften-Aktion "Mehr Geld im Börsel" kann in allen Ortsgruppen und Landessekretariaten des Pensionistenverbandes Österreichs sowie online unter
http://pvoe.at//content/mehr-geld-im-boersel unterschrieben werden.

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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