Mineralölindustrie: Heimischer Kraftstoffverbrauch 2014 leicht zurückgegangen

Rückgang bei Benzin um 1,5 %, bei Diesel um 0,9 %

Wien (OTS) - In diesem Jahr wird der Verbrauch von Benzin und Diesel in Österreich laut erster Markteinschätzung des Fachverbandes der Mineralölindustrie (FVMI) etwas über 8 Millionen Tonnen betragen. Umgerechnet in Liter sind es circa 9,8 Milliarden Liter Kraftstoff (inkl. Bioanteile), die sich auf knapp 2,2 Milliarden Liter Benzin und etwa 7,6 Milliarden Liter Diesel aufteilen. 2013 lag der Kraftstoffverbrauch mit 8,1 Millionen Tonnen auf einem Hoch, welches zuletzt 2007 übertroffen wurde. Bei Benzin ergibt die Markteinschätzung 2014 der Mineralölindustrie im Jahresvergleich einen Rückgang um 1,5 % und bei Diesel um 0,9 %. Der Verkauf von Heizöl Extraleicht (HEL) sinkt 2014 um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Beim Absatz von Ottokraftstoff setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre auch 2014 fort. Wurden 2003 noch 2,2 Millionen Tonnen Benzin am österreichischen Markt abgesetzt, so sind es elf Jahre später nur etwa 1,64 Millionen Tonnen. Ein Grund dafür ist die immer bessere Effizienz moderner PKW-Motoren. Bei Diesel ist der voraussichtliche Jahresverbrauch 2014 mit knapp 6,4 Millionen Tonnen zwar unter dem Spitzenwert des Vorjahres von 6,45 Millionen Tonnen, bleibt aber dennoch auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

"Der über Jahre konstante Dieselverbrauch ergibt sich insbesondere im gewerblichen Bereich aus der relativ stabilen Konjunktur. Wichtige Branchen sind die Transport-, Bau- und Landwirtschaft sowie die öffentliche Hand, die im Großkundengeschäft (ca. 43 % vom Gesamtabsatz, 57 % über Tankstellen) Dieselkraftstoff nachfragen. Darüber hinaus ist der Anteil an Dieselmotoren bei Personenkraftwagen in Österreich vergleichsweise hoch", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie.

Milder und kurzer Winter reduziert Heizkosten

Der kurze und relativ milde Winter führte zu einem rückläufigen Verbrauch an Heizöl Extraleicht um 11,6 % auf 1,3 Milliarden Liter. Da auf die Vorjahreszahlen Bezug genommen wird, darf nicht vergessen werden, dass der Winter 2012/13 außerordentlich lang war, was im ersten Halbjahr 2013 zu einer starken Nachfrage führte. Der heuer gesunkene Verbrauch von HEL ist daher vor diesem Hintergrund zu relativieren.

Hinweis: Die FVMI-Verbrauchseinschätzung umfasst das Gesamtjahr 2014. Die Angaben aus der Erdöl-Verbrauchsstatistik des Wirtschaftsministeriums liegen derzeit bis inkl. Juli 2014 vor.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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