Kanduth: Energiewende ist ohne „Wärmewende“ nicht zu schaffen

Robert Kanduth Obmann von AUSTRIA SOALR fordert: Wärmeerzeugung und Solarwärme muss wieder im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stehen.

Wien (OTS) -

Präsentation der Roadmap "Solarwärme 2025" am 18. Dezember 2014

Nahezu die Hälfte des österreichischen Energieverbrauchs entfällt auf die Wärmeerzeugung, nur ein Fünftel fällt auf Strom. Rund 70% des österreichischen Energiebedarfs werden nach wie vor mit fossilen Ressourcen gedeckt. Bricht man den relevanten Energie-Mix (eingesetzte Primärenergie) auf die österreichischen Privat-Haushalte herunter, dann wird nahezu 85% für die Wärmeerzeugung (Brauchwasser und Heizung) und nur 15% für Strom verbraucht.

Das bedeutet aber auch, dass die Energiewende und die im EU Ministerrat abgestimmten Klimaziele nur durch die Wärmewende erreicht werden können. Förderungen allein reichen nicht, auch gesetzliche Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien sind zwingend nötig. "Solarwärme ist ein wichtiger Teil des Energiesystems der Zukunft", sagt Kanduth. Der Geschäftsführer von AUSTRIA SOLAR, Klaus Mischensky, kritisiert: "Es ist mehr als verwunderlich, dass im kürzlich publizierten Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur die Solarwärmeanlagen bzw. deren Solarwärmegestehungskosten nicht berücksichtigt wurden". Und liefert auch gleich die Begründung: "Solarwärmeanlagen werden offensichtlich nicht als primär Wärmeerzeuger, sondern als Effizienztechnologie eingestuft. Was einerseits sehr positiv ist aber andererseits in der öffentlichen Diskussion zur Diskriminierung führt, was nicht akzeptabel ist. Es gibt hier einen systemimmanenten Widerspruch. Solarwärmeanlagen sind beides: primär Wärmeerzeuger und nachhaltige Effizienztechnologie. Bei einer Solaranlage geht der Primärenergieverbrauch pro generierten Nutzenenergie gegen Null und ist somit der effizienteste und kostengünstigste Wärmeerzeuger überhaupt."

Österreich ist ein Wirtschaftsstandort mit großer Solarwärme-Tradition und verfügt über die zweitgrößte Solarwärmeanlagendichte der EU und ist weltweit führend hinsichtlich Knowhow, Systemtechnologie und Innovationskraft. "Ich bin überzeugt, dass die Roadmap Solarwärme 2025 im Auftrag des BMVIT, BMLFUW, BMWFW und AUSTRIA SOLAR - ausgearbeitet vom renommierten und internationalen Forschungsinstitut AEE INTEC - die notwendige Richtungsänderung aufzeigt. Mit Innovationen, Investitionen und Internationalisierung werden wir unseren internationalen Spitzenplatz in der Solarwärme Industrie weiter ausbauen werden." sagt, Robert Kanduth.
Nahezu jeder dritte in Europa installierte Sonnenkollektor stammt aus österreichischer Produktion. Der Branchenumsatz betrug 2012 345 Mio. Euro und sicherte rund 3.400 Vollzeitarbeitsplätze.

Veranstaltungshinweis:

Präsentation der Roadmap "Solarwärme 2025" und Pressegespräch Zeit: 18. Dezember 2014, 9:30 Uhr
Ort: FFG / Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH, Haus der Forschung, Sensengasse 1, 1090 Wien

Rückfragen & Kontakt:

AUSTRIA SOLAR – Wärme für Generationen
Mag. Klaus MISCHENSKY, Geschäftsführer
Telefon: +43 (0)664 / 240 64 31
klaus.mischensky@austriasolar.at
www.solarwaerme.at

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