abz*austria setzt Auftrag zur Basisbildung für Frauen in Unternehmen erfolgreich um

Wien (OTS) - Wer einfache Arbeitsanweisungen, Notizen, Lohnzettel nicht lesen oder Eingabefelder am PC nicht bedienen kann, ist nicht nur von der gesellschaftlichen Teilhabe, sondern auch von Arbeitsprozessen und Bildungsangeboten oft ausgeschlossen. Laut einer Studie im Rahmen des Qualifikationsplans 2020 sind 58,9 Prozent der gering qualifizierten WienerInnen im Alter von 25 bis 64 Jahren Frauen. Erwachsene mit Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben häufig negative Schul- und Lernerfahrungen hinter sich. Damit Lernen wieder Spaß macht und Bildungsziele erreicht werden können, hat abz*austria mit dem Projekt "KeCK - Kompetenzen erkennen, Chancen nutzen, Know-how" erweitern, ein gut erprobtes modulares Qualifizierungsangebot für formal niedrig qualifizierte, lernungewohnte, beschäftigte Frauen in Wien angeboten.

Insgesamt 151 Frauen haben die Module von abz*austria besucht, die ursprüngliche Zielvorgabe des Projektes von 30 Frauen wurde damit weit überschritten. Defizite in der Basisbildung, vor allem im Bereich Lesen und Schreiben, sind oft schambesetzt, deshalb ist Vertrauen wesentlich für ein erfolgreiches Lernen. KeCK ist es gelungen dieses Vertrauen bei den Frauen und den Unternehmen aufzubauen. Herkömmliche Bildungsangebote richten sich in der Regel an Bildungsinteressierte und sprechen Personen mit geringer Bildungserfahrung zu wenig an. Die Angebote sind oft nicht ausreichend niederschwellig angesetzt, es kann kein direkter Nutzen aus ihnen gezogen werden oder sie sind mit den persönlichen Rahmenbedingungen der Frauen nicht vereinbar. "Wir arbeiten seit über 20 Jahren mit und für Frauen und Unternehmen, da wissen wir genau, wo der Schuh drückt", erklärt Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria den völlig anderen Zugang des Projekts.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Das primäre Ziel von KeCK war es, die Frauen wieder an das Thema "lernen" heranzuführen. Dabei wurde der Fokus verstärkt darauf gelegt, Ängste und Barrieren abzubauen, den Grundstein für eine formale Höherqualifizierung zu legen und Lücken im Bereich Basisbildung zu schließen.

Die Frauen hatten in KeCK die Möglichkeit, je nach ihrem persönlichen Bedarf, aus unterschiedlichen Modulen auszuwählen. Es gab zwei Basismodule "Damit lernen gelingt" und "Ich lerne mit Computer und Internet" sowie Aufbaumodule wie beispielsweise "PC-Start - Der Computereinstieg für alle", "Überzeugen in Wort und Schrift", "Texte schreiben im MS Word" und "Mathematik für den beruflichen Alltag". Die Module wurden speziell an die Bedürfnisse von formal niedrig qualifizierten Frauen angepasst. Außerdem kamen innovative E-Learning Methoden zur Anwendung. Gerne nützten die Frauen auch das Angebot der kostenlosen Einzelberatung und Kinderbetreuung.

"Für Unternehmen gab es die Möglichkeit mit KeCK gemeinsam ein an das Unternehmen angepasstes Qualifizierungsmodul zu entwickeln und die Kurse vor Ort, am Arbeitsplatz der Frauen, umzusetzen", erläutert Manuela Vollmann einen weiteren wichtigen Punkt im Gesamtkonzept. Insgesamt haben fünf Unternehmen diese Möglichkeit in Anspruch genommen. So wurde z.B. für ein großes Reinigungsunternehmen das Modul "Lohnzettel lesen" erfolgreich umgesetzt. Mit KeCK ist es gelungen, die Qualifizierung von Frauen mit den Bedarfen von Unternehmen zu verknüpfen und so eine Win-Win-Situation zu schaffen.

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Mag. Petra Endl, Unternehmenskommunikation
abz*austria, Simmeringer Hauptstraße 154, A-1110 Wien Telefon 01/66 70 300 13, E-Mail: petra.endl@abzaustria.at

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