Hesoun: Industrie zeigt hohes Engagement für Lehrlingsausbildung

Wiener Industrie bietet hochattraktive Lehrlingsausbildungen in Zukunftsbereichen. Industrie von heute ist nicht mit Industrie von vor 20 Jahren vergleichbar.

Wien (OTS) - "Die Wiener Industriebetriebe bilden aktuell weit über 1000 Lehrlinge aus und stellen damit ihr hohes Engagement unter Beweis. Die Industrie bietet dabei hochinteressante Lehrstellen, die auch hervorragende berufliche Perspektiven eröffnen - vor allem in den technischen Bereichen", betonte IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun anlässlich der gestrigen Verleihung des "Wiener Qualitätssiegels TOP-Lehrbetriebe". Hesoun freue sich über diese gemeinsame Initiative von Stadt Wien und Sozialpartnern, da dadurch einerseits die Wiener Unternehmen und deren hohes Engagement unterstrichen werde und andererseits das Bewusstsein für die Bedeutung der Lehre für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort gestärkt werde.

"Die Wiener Industrie zeigt höchstes Engagement für die Lehre und kommt - auch im eigenen Interesse des Fachkräftenachwuchses - ihrer Verantwortung jungen Menschen eine exzellente Ausbildung zu ermöglichen nach," so Hesoun. "Dabei darf jedoch nicht übersehen werden, dass die Industrie von heute nicht mehr mit der Industrie von vor 20 Jahren vergleichbar ist" unterstrich Hesoun in Reaktion auf Aussagen von Arbeitskammerpräsident Rudi Kaske. Die Industrie habe in den vergangenen Jahrzehnten einen massiven Strukturwandel erlebt, im Zuge dessen eine starke Auslagerung von Nicht-Kernaktivitäten - wie beispielsweise IT, Wäscherei und Reinigung, Bewachung, Fuhrparkmanagement oder Kantine - stattgefunden hat. Diese Arbeitsplätze seien jedoch nicht verloren gegangen sondern in andere Wirtschaftsbereiche "verschoben" worden. Dieser Effekt sei - neben zunehmender Automatisierung - zum überwiegenden Teil dafür verantwortlich, dass die Beschäftigtenzahlen in der Wiener Industrie in den vergangenen Jahrzehnten rückläufig waren, wobei sie korrespondierend in den mit der Industrie vernetzten Bereichen der Dienstleistung angestiegen sind.

Eine aktuelle Studie der IV-Wien zeigt, dass zwischen 1995 und 2010 die Beschäftigung in den größeren, industriell produzierenden Unternehmen Wiens von rund 120 Tsd. auf ca. 84 Tsd. zurückgegangen ist, während sie im gleichen Zeitraum im Bereich der wirtschaftlichen Gesamteffekte dieser Unternehmen von ungefähr 150 Tsd. auf ca. 175 Tsd. angestiegen ist. Zeitgleich hat die Wertschöpfung in diesen Industriebetrieben von 7,5 Mrd. Euro auf 9,3 Mrd. Euro zugenommen. "Die moderne Industrie ist direkt für sich genommen nicht mehr so beschäftigungsintensiv wie vor ein paar Jahrzehnten, aber dafür weiterhin höchst wertschöpfungsintensiv. Dafür verantwortlich ist ein Strukturwandel, der einen großen Teil der ehemals industriellen Beschäftigung in den Dienstleistungsbereich verlagert hat", erklärte Hesoun.

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