Aubauer: Hospiz-Stufenplan sollte Herzstück der Empfehlungen der Enquete-Kommission sein

Neueste Zahlen belegen einen Versorgungsgrad von nur mehr 48 Prozent

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Wir brauchen einen Hospiz-Stufenplan, der auch das Herzstück unserer Empfehlungen an den Nationalrat sein sollte. Hier gilt es nun, auch die besten Beispiele aus den Bundesländern als Vorbild heran zu ziehen. Es seien alle Körperschaften gefordert, in einem Schulterschluss ihren Beitrag zu liefern, sagte heute, Dienstag, Mag. Gertrude Aubauer, Vorsitzende der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" anlässlich der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission. "Hospiz und Palliativ gehören - wie einer der Redner sagte - wohl zu den menschlichsten Errungenschaften der Medizin, aber sicher nicht zu den teuersten. Hospiz müssen wir uns leisten."

Bereits bei der letzten Veranstaltung haben Expertinnen und Experten darauf hingewiesen, "was wirklich Sache ist und woran es fehlt -nämlich insbesondere an der Versorgung schwerkranker Kinder in Österreich und generell an einer ausreichenden Hospiz- und Palliativversorgung: Neueste Zahlen belegen einen Versorgungsgrad von nur mehr 48 Prozent. Uns fehlen - im Horizont bis 2020 - 321 Betten, 237 mobile Teams und sechs Tageshospize", untermauerte die Abgeordnete. Die Kommission werde in ihrer Arbeit inzwischen von mehr als 100 Expertinnen und Experten unterstützt -"ein unschätzbarer Wert", dankte Aubauer für deren Einbringen.

Sie erinnerte daran, dass bereits im Jahr 2001 Einigkeit darüber bestand, die Hospiz- und Palliativversorgung auszubauen bei gleichzeitiger Ablehnung jeder Tötung auf Verlangen. Zwar habe sich schon einiges getan, aber es sei weiterhin viel zu tun. "Wir haben nun ein gutes Bündel an Fakten zusammen und viele innovative Ideen." Die heutigen Redner hätten eindringlich erläutert, was zur Realisierung dieses Ziels getan werden müsse. Der stv. Generalsekretär des Roten Kreuzes Mag. Michael Opriesnig habe es in der heutigen Sitzung treffend formuliert, so Aubauer: "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, eine praxisübergreifende Vision zur Sicherstellung der Würde und Versorgung Sterbender in konkrete Maßnahmen zu gießen."

"Die Kommission hat intern noch viel Arbeit vor sich, die wir aber im Zeitplan zügig und effektiv abschließen wollen. Das Thema abrunden wollen wir beim nächsten Termin am Freitag, 23. Jänner 2015, bei dem wir rechtliche Thematiken - insbesondere den Schwerpunkt Patientenverfügung - besprechen werden", erklärte die Vorsitzende der Enquete-Kommission. Nach dieser letzten Sitzung plant das Gremium einen Endbericht an den Nationalrat mit konkreten Empfehlungen. Zusammengesetzt ist die Enquete-Kommission aus 18 stimmberechtigten Nationalratsabgeordneten aller Parteien nach Mandatsstärke und sechs BundesrätInnen in beratender Funktion.
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