LR Gerhard Köfer: "HCB-Krisenmanagement der Koalition verkommt zur Polit-Katastrophe!"

LR Köfer äußert nach Regierungssitzung auch Kritik an der KABEG-Abgangsdeckung

Klagenfurt (OTS) - Kärntens Landesrat Gerhard Köfer hat heute in der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung seine offen geäußerte Kritik an der SPÖ-ÖVP-Grün-Koalition in Sachen HCB-Krisenmanagement neuerlich verstärkt. "Es stellte sich in der Sitzung heraus, dass der Firma w&p erst heute, ca. 40 Tage nach dem Bekanntwerden des Skandals, das Verbrennen von Blaukalk offiziell untersagt wurde. Weit über einen Monat waren LR Rolf Holub und die zuständigen Fachbeamten untätig", so Köfer, der am Regierungsmitglied der Grünen allgemein kein gutes Haar lässt: "Holub hat in der Regierungssitzung selbst seine eigenen Koalitionskollegen mit eigenwilligsten Darstellungen und Deutungen der Causa HCB alt aussehen lassen. Unter anderem sorgte er auch mit der Aussage für Verwirrung, dass HCB bei w&p auch bei der erforderlich hohen Verbrennungstemperatur freigesetzt wird. Ein Umstand, der von keinem Experten bestätigt werden konnte." Köfer kritisiert auch die Art und Weise, wie Holub dem HCB-Umweltskandal entgegentritt: "Wenn Holub die Tatsache, dass ein Mädchen aus Klagenfurt laut einem Bluttest über den Grenzwert hinaus mit HCB belastet ist, damit kommentiert, dass Eskimos und Eisbären noch eine größere HCB-Belastung aufweisen würden, dann ist das purer Zynismus und absolut verharmlosend!" Köfer führt dazu auch aus, dass die Menschen Verharmlosungen und Beschwichtigungen durch die Koalition seit Wochen satt haben!

Nichts abgewinnen kann Köfer der Bestellung von zwei Krisen-PR-Managern durch die Koalition. Beide, so Köfer, waren vormals für das Unternehmen Hochegger tätig: "Es ist absolut unbekannt, was diese beiden Herren für ihre Tätigkeit erhalten und welche Aufgaben sie konkret ausführen sollen. Von einem intakten HCB-Krisenmanagement ist aktuell rein gar nichts zu merken."

Köfer thematisierte in seiner Pressekonferenz auch die KABEG-Abgangsdeckung, die von seiner Seite aus klar und deutlich abgelehnt wurde: "Das gesamte Budget der KABEG für 2015 ist nicht schlüssig und enthält etliche Ungereimtheiten, zudem wurde es in dieser Form auch nicht vom Aufsichtsrat genehmigt." Für Köfer ist die Abgangsdeckung für 2015 ein klares Zeichen des Scheiterns der Koalition. "Der Abgang belegt, dass, seit sich Rot-Schwarz-Grün im Amt befindet, bei der KABEG rein gar nichts weitergegangen ist: Keine Reformen, keine Strukturbereinigung, keine dringend notwendigen Einsparungen! Wenn sich die Kostenstruktur der KABEG in den nächsten Jahren auf diese Art weiterentwickelt, droht der finanzielle Kollaps!"

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