Huainigg: Bund, Länder und Gemeinden gleichsam gefordert, Stufenplan mit konkreten Umsetzungs- und Finanzierungszielen auszuarbeiten

ÖVP-Fraktionsführer begrüßt Stellungnahme der Ärztekammer gegen Tötung auf Verlangen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Um ein Sterben in Würde zu gewährleisten, muss Palliativmedizin und Hospizbetreuung bedarfsgerecht ausgebaut werden", begrüßt der ÖVP-Fraktionsführer Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg den allgemeinen Konsens der Mitglieder und ExpertInnen der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens". Derzeit sind zirka. 400 Palliativ- und Hospizbetten in Österreich vorhanden, das entspricht einem Versorgungsgrad von etwa 50 Prozent.

"In einem Stufenplan, der zu erarbeiten ist, muss der Kinderhospiz Priorität eingeräumt werden", fordert Huainigg, der ausführt, dass man hier am Anfang steht und der Bedarf bei rund 1.000 Kindern liegt, die dringend Hilfe benötigen. Auch müssen pflegende Angehörige mit Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten besser unterstützt werden. "Hier sind Bund, Länder und Gemeinden gleichsam gefordert, einen Stufenplan mit konkreten Umsetzungs- und Finanzierungszielen auszuarbeiten und durch einen Rechtsanspruch abzusichern. Dass es derzeit grobe Finanzierungslücken gibt, zeigt sich am ambulanten Kinderhospiz MOMO der Caritas Wien", sagt Huainigg. Er führt weiters aus: "Obwohl die Finanzierung von ambulanter und stationärer Kinderhospiz durch den Pflegefonds gesetzlich ermöglicht worden ist, kommt das Geld scheinbar nicht bei den Betroffenen an. So hat die Stadt Wien der Caritas bei der Mitfinanzierung des ambulanten Kinderhospizes MOMO eine klare Absage erteilt. Das Kinderhospiz MOMO ist nunmehr ausschließlich auf private Spenden angewiesen. Privates Engagement ist wichtig, die Basis hierfür muss aber durch öffentliche Finanzierungen gewährleistet sein."

In einem einstimmigen Beschluss hat sich die Ärztekammer gegen aktive Sterbehilfe und für den Ausbau der Palliativversorgung in Österreich ausgesprochen. Huainigg begrüßt diesen Beschluss als Unterstützung der Anliegen der Mitglieder der Enquete-Kommission und bedankt sich bei Präsident Dr. Artur Wechselberger, dass sich die Ärztekammer dieses wichtigen Themas angenommen hat und es zu einem richtungsweisenden gemeinsamen Beschluss gekommen ist. Huainigg stimmt mit der Ärztekammer überein: "Tötung auf Verlangen widerspricht dem ärztlichen Berufsethos und darf nicht Bestandteil ärztlichen Handelns sein".
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