Stronach/Steinbichler: Rückgang der Agrareinkommen ist fatal für unsere Bauern

"Nicht die Lebensmittelindustrie, die regionalen Bauern brauchen jetzt ihre Unterstützung, Herr Minister!"

Wien (OTS) - "Wenn sich die Agrareinkommen unserer Bauern bereits im dritten Jahr in Folge im Minusbereich befinden, kann das für viele bäuerliche Betriebe den Todesstoß bedeuten. Jetzt haben Sie Handlungsbedarf, Herr Minister! Es ist Ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Einkommen unserer Bauern wieder steigen: durch einen verstärkten Fokus auf regionale Produkte und unsere einzigartigen österreichische Spezialitäten", appelliert Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler an Landwirtschaftsminister Rupprechter.

Die gesunkenen Einkommen der Bauern als Folge des Russlandembargos darzustellen, sei laut Steinbichler fadenscheinig: "Die österreichischen Agrar-Exporte sind sogar um 1,5 Prozent gestiegen!". Das Problem sei vielmehr, dass die zur Kompensation des Russlandeinbruchs bestimmten Bauerngelder nicht an die Bauern gehen, sondern als Direktsubventionen für die Lebensmittelindustrie verwendet würden, mahnt der Abgeordnete und Landwirt: "Auf den Bauernhöfen sind diese Gelder bisher jedenfalls nicht angekommen!" Rupprechter solle seine Anwesenheit bei diversen Klimakonferenzen auch als Gelegenheit nützen, um international auf den "ökologischen Wahnsinn der Lebensmitteltransporte quer über die ganze Welt" aufmerksam zu machen. Steinbichler: "Wozu brauchen wir Rindfleisch aus dem 12.000 Kilometer entfernten Argentinien, wenn wir es beim Bauern ums Eck kaufen könnten?" Stattdessen sehe der Minister tatenlos zu, wie "munter weiter zur Erhöhung der CO2-Emmissionen beigetragen und den regionalen Landwirten zusehends ihre Lebensgrundlage entzogen wird", kritisiert Steinbichler.

Glaubwürdigkeit könne Rupprechter auch dadurch beweisen, indem er sich für die Beibehaltung der Milchquote stark mache. "Ansonsten droht unter den kleinen Bauern ein massives Hofsterben", warnt Steinbichler. Außerdem sei die nationale Milchquote eine glaubwürdige Grundlage für eine nachvollziehbare Produktkennzeichnung. Steinbichler vermisse beim Minister sowohl hier als auch bei der Durchsetzung des längst fälligen Qualitätsgütesiegelgesetzes einen entsprechenden Einsatz.

"Wir müssen zurückfinden auf den Weg der nachhaltigen, kleinbäuerlichen Landwirtschaft, die die Versorgung der Österreicher mit gesunden regionalen Produkten sicherstellt und damit die Zukunft unserer Bauern und ihrer Familien", fordert Steinbichler.

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