Kucharowits/Spindelberger für raschen Ausbau der Palliativversorgung und Sterbebegleitung für Kinder

Rund 1.000 betroffene Kinder und ihre Familien - "Finanzierung ist machbar"

Wien (OTS/SK) - Ihre Forderung nach einem raschen Ausbau der Palliativversorgung und Sterbebegleitung für Kinder und Jugendliche bekräftigten SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Katharina Kucharowits und SPÖ-Gesundheitssprecher Erwin Spindelberger heute am Rande der Sitzung der parlamentarischen Enquete-Kommission zu "Würde am Ende des Lebens". "Wir müssen einen besonderen Fokus auf spezifische Einrichtungen für Kinder und Jugendliche legen. Sterbenskranke Kinder haben andere Bedürfnisse als Erwachsene, und immer sind auch Eltern und Geschwister mitbetroffen", so Kucharowits. Spindelberger: "Jedes Kind muss die Unterstützung bekommen, die es braucht - unabhängig von der Geldbörse der Eltern und unabhängig vom Wohnort." Die SPÖ fordert deshalb flächendeckende mobile und stationäre Angebote für ganz Österreich. "Die rasche Finanzierung ist machbar", betonte Spindelberger. ****

Es brauche die bestmögliche Ausbildung aller Personen im medizinischen und pflegenden Bereich - "und nicht nur in speziellen Palliativstationen", wie die Abgeordneten betonen. "Kinder und ihre Familien sollen selbst wählen können, wo sie betreut werden, deshalb brauchen wir eine gesicherte Verfügbarkeit sowohl stationärer als auch mobiler Betreuung UND ein flächendeckendes Netz von Palliativversorgung auf höchstem Niveau." Das Ziel: "Jedes Kind soll 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr ein professionelles, psychologisches und physikalisches Schmerz- und Symptommanagement bekommen können und Angehörige eine erforderliche psychologische Betreuung." Betroffen sind rund 1.000 sterbenskranke Kinder und ihre Familien.

Was die Finanzierung betrifft, wird mit Kosten von rund 17,5 Mio. Euro im Jahr bei Vollausbau gerechnet. Diese Zahlen haben auch die ExpertInnen in der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission genannt. "Die Finanzierung ist also machbar. Ich appelliere an Bund, Länder und Sozialversicherung, sich - wie schon beim Thema Kinder-Reha -rasch zu einigen, damit mit dem Ausbau sofort begonnen werden kann", so Spindelberger abschließend. (Schluss) up/ah/mp

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