Kaske: Wiener Industrie muss mehr ausbilden

Wiener Industriebetriebe bilden um die Hälfte weniger Lehrlinge aus als noch 1995 - das bedeutet auch weniger Lehrausbildung mit Qualität

Wien (OTS/AK) - "Die Wiener Industriebetriebe müssen mehr Lehrlinge ausbilden", sagt AK Präsident Rudi Kaske nach der gestrigen Verleihung des Wiener Qualitätssiegels an Top-Lehrbetriebe: Die Zahl der Lehrstellen in den Wiener Betrieben insgesamt ging seit 1995 um gut 16 Prozent zurück (von knapp 18.000 auf knapp 15.000), die Zahl der Lehrstellen in der Wiener Industrie um die Hälfte (von knapp 2.400 auf knapp 1.200). "Dadurch haben wir auch ein Problem mit der Qualität der Lehrausbildung", kritisiert Kaske, "denn mit den Lehrstellen in der Industrie brechen gleichzeitig traditionell gute Lehrstellen weg."

"Dass es ausreichend gute Lehrstellen gibt, sind wir den Jugendlichen und ihren Eltern schuldig", sagt Kaske. Bei der Verleihung des Wiener Qualitätssiegels an Top-Lehrbetriebe sei deutlich geworden, dass sich gerade auch Industriebetriebe für eine qualitätsvolle Lehrausbildung engagieren. "Aber davon brauchen wir mehr", verlangt der AK Präsident. "Derzeit wäre es ohne die öffentlich finanzierte überbetriebliche Ausbildung nicht möglich, dass es in Wien ein ausreichendes Ausbildungsangebot gibt."

Es sei auch im Interesse der Wirtschaftsentwicklung, wenn die Betriebe mehr Lehrlinge ausbilden, insbesondere die Industriebetriebe, erinnert Kaske: "Unternehmen siedeln sich dort an und wachsen dort, wo es gut ausgebildete Arbeitskräfte gibt. Das bringt wiederum mehr Beschäftigung und Wachstum."

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