Neujahrskonzertballett 2015: Davide Bombana choreographierte „Studentenpolka“ und Walzer „Wein, Weib und Gesang“

Traumhafte Kostüme von ELFENKLEID und PETAR PETROV

Wien (OTS) - Während die künstlerischen und technischen Vorbereitungen zum Neujahrskonzert 2015 (am 1. Jänner live um 11.15 Uhr in ORF 2, 3sat und Ö1) auf Hochtouren laufen, ist das traditionelle Neujahrskonzertballett bereits seit September aufgezeichnet. Erstmals war die Universität Wien am Ring, die im nächsten Jahr ihr 650-jähriges Bestehen feiert, Schauplatz für zwei Tanzeinlagen. Diese wurden - nach 2012 zum zweiten Mal - vom Mailänder Davide Bombana choreographiert. Zwischen Arkadenhof, Philosophenstiege, Lesesaal und Festsälen entstanden die bezaubernden Performances der Mitglieder des Wiener Staatsballetts. Die fünf Paare Olga Esina und Roman Lazik, Nina Pólaková und Eno Peci, Alice Firenze und Andrey Teterin, Ketevan Papava und Kirill Kourlaev sowie Prisca Zeisel und Mihail Sosnovschi tanzten zum Walzer "Wein, Weib und Gesang", die "Studentenpolka" interpretierten die Tänzer/innen Richard Szabo, Joanna Avraam, Maria Alati, Greig Matthews und Davide Dato - beides Werke von Johann Strauß Sohn. Die traumhaften Kostümkreationen kamen erstmals von den jungen Wiener Designer-Labels ELFENKLEID und PETAR PETROV.

Bombana: "Message von Freude, Optimismus und Leichtigkeit!"

Geschmeichelt und geehrt fühlte sich Davide Bombana, dass er zum zweiten Mal für die Choreographie des Neujahrskonzertballetts ausgewählt wurde, und dankte dem ORF sowie dem Ballettchef der Wiener Staatsoper, Manuel Legris, "dass sie mir wieder diese tolle Chance gegeben haben. Es ist einfach so schön, am Anfang des Jahres, einem so großen Publikum eine Message von Freude, Optimismus und Leichtigkeit überbringen zu können", so der Tanzkünstler. Und: "Zu meiner Erleichterung haben wir - im Vergleich zum Neujahrskonzert 2012, als die drei Choreographien live übertragen worden sind -, diesmal beide Ballette im Sommer aufgenommen. Die Dreharbeiten waren total harmonisch, fantasievoll und konstruktiv!" Neben den wunderbaren Tänzerinnen und Tänzern schätzte Davide Bombana besonders die Arbeit mit Regisseur Michael Beyer, der auch heuer wieder für das ORF-Gesamtregiekonzept - Konzert und Ballett - verantwortlich zeichnet. "Sein Talent, seine sonnige Ausstrahlung und Kreativität sind ein Genuss und eine Freude für mich!"

Die "Studentenpolka" hat der 56-Jährige humorvoll inszeniert und lässt darin "drei freche Burschen um zwei kokette Mädchen kämpfen". Im Walzer, der laut Bombana gar nicht wie ein Walzer beginnt sondern eher "wie ein Wagner-Stück, total symphonisch" und erst später das typische Tempo mit seiner traditionellen Leichtigkeit und Freude aufnimmt, lässt er zehn Paare eine Festsituation performen.

Zur Person Davide Bombana

Seine Karriere begann der am 24. Dezember 1958 in Mailand geborene Bombana als Solist an der Mailänder Scala und tanzte in Balletten von Béjart, Tetley, Nurejew, Robbins und Balanchine. Daneben begann er auch mit eigenen Choreographien. Nach diversen internationalen Engagements in Philadelphia, Glasgow und London sowie mehreren Jahren als erster Solist und Choreograph in München war er in der Spielzeit 1998/99 Ballettdirektor des Teatro Comunale in Florenz (Maggio Danza). Seither ist Bombana als freier Choreograph tätig und arbeitete weltweit mit verschiedenen Kompanien an neuen Werken und Einstudierungen. Einige Arbeiten seines umfangreichen Oeuvres wurden ausgezeichnet, so erhielt Bombana u. a. für "Ein Traumspiel" (nach Strindberg.) 1998 in Moskau den "Prix Benois de la danse" - die in der Ballettwelt bedeutendste Auszeichnung.

Kontrastreiche Polka-Kostüme in Seide und Leder, elfenhafte Walzer-Roben in Seidengeorgette und Spitze

Die lustvolle Choreographie Bombanas wird von den Kostümen der jungen Designer-Labels ELFENKLEID und PETAR PETROV unterstützt, die auf die britische Mode-Queen Vivienne Westwood als Neujahrskonzertballett-Designerin folgen.

Der gebürtige bulgarische Modeschöpfer Petar Petrov, der an der Universität für angewandte Kunst in Wien studierte und seit 2003 seine Kollektionen in den wichtigsten Metropolen der Welt präsentiert, hat die Tänzer/innen der "Studentenpolka" eingekleidet. "Es ist natürlich eine große Ehre, dass ich für diesen besonderen Beitrag zum Neujahrskonzertballett engagiert wurde und es macht mich stolz in einem Atemzug mit so großen und talentierten Namen wie Valentino und Vivienne Westwood genannt zu werden. Die Kostüme zu konzipieren und umzusetzen war eine interessante Erfahrung und zugleich eine große Herausforderung, da ich sonst hauptsächlich zeitgenössische Mode mache", so Petrov. Für das Neujahrskonzertballett setzte der Designer, der gern grafisch und kontrastreich arbeitet, auf "ungewöhnliche Farbaufteilungen, um ein dynamisches Bild zu kreieren. Die Idee war, dass jedes Kostüm individuell in seiner Farbzusammensetzung wirkt und in Verbindung mit den anderen Kostümen in der Choreographie ein ständig wechselndes, neu gestaltetes Bild ergibt." Die von Petar Petrov gewählten Farben sind schwarz, weiß und grün: Die Entwürfe der Tänzerinnen bestehen zur Gänze aus Seide und erinnern, laut dem Künstler, mit ihren grafischen Elementen an den Jugendstil und die Wiener Moderne. Für die Herrenkostüme wurde Leder in Schwarz und Weiß verwendet sowie eine elastische Twillbindung für die Hosen, um den Uniformcharakter zu unterstreichen.

Die Walzer-Entwürfe stammen alle vom Label ELFENKLEID, hinter dem die beiden Tirolerinnen Sandra Thaler und Annette Prechtl stehen, die bereits mit ihrer ersten Kollektion mit dem "Pierre Lang Fashion Award" ausgezeichnet wurden. Als Inspiration diente ihnen das Jahresjubiläum der Universität Wien und das Motto "Studenten damals und heute". "Wir haben unterschiedlichste Eindrücke gesammelt. Diese haben wir auf uns wirken lassen und dann - so wie wir sonst auch arbeiten - aus dem Bauch heraus unsere Entwürfe gezeichnet. Im Endeffekt sind es Studenten, wie sie sich ELFENKLEID auf einem Abschlussball vorstellen könnte". So sind die Kostüme der Tänzer/innen "luftig leicht, elegant und jugendlich" geworden. Als Highlights bei den Kleidern, die aus hochwertigstem Seidengeorgette und edler Spitze gefertigt wurden, bezeichnen die Designerinnen den Farbverlauf, der "händisch gefärbt wurde. Die unterschiedlichsten Rottöne verlaufen ganz harmonisch ineinander und werden mit einem schwarzen Samtband abgerundet. Für die Männer haben wir klassische schwarze Anzüge, weiße Hemden und schmale schwarze Krawatten entworfen und kombiniert." Teil des Neujahrskonzertballetts zu sein, ist auch für ELFENKLEID "eine große Ehre und eine wunderbare Auszeichnung. Es war ein spannendes Projekt, die Tänzer/innen einzukleiden."

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