FP-Lasar: Wer bei Ärzten kürzt, gefährdet die Patienten!

Verhandlungen im Sinne der Ärzte führen

Wien (OTS/fpd) - Überall fehlen Ärzte mit Kassenverträgen - alleine in Wien sind es über 300 - und die medizinische Versorgung im niedergelassenen Bereich entspricht nicht annähernd dem Bedarf. Notfallmediziner im AKH schlagen Alarm, da eine ordentliche Patientenversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann, kritisiert der FPÖ-Stadtrat David Lasar.

Dass gestreikt wird, verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass sich die Arbeitsbedingungen bei den Medizinern massiv verschlechtert haben. Trotzdem hält Lasar nichts davon, wenn die Arbeit für einige Stunden ruhend gelegt wird. Die Versorgung der Wienerinnen und Wiener durch das AKH muss zu jeder Zeit gewährleistet sein. Er, so Lasar, fordert daher SP-Stadträtin Wehsely auf, sich schnellstmöglich mit dem Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz sowie mit VP-Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner zusammensetzen an den Verhandlungstisch zu setzen und sich gegen die Gehaltskürzungen sowie für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Denn die Versorgung der Wienerinnen und Wiener durch das AKH darf keinesfalls dem Sparstift zum Opfer fallen.

Wenn Ärzte einer dem Gesetz entsprechenden Arbeitszeit von 48 Stunden nachgehen sollen, dann muss auch gewährleistet sein, dass die Arbeitsbedingungen generell wieder aufgewertet werden. Denn derzeit sind die Wartelisten für Turnusärzte leer. Niemand möchte unter derart miserablen Arbeitsbedingungen arbeiten. Derzeit haben die Spitalsärzte zumeist ein relativ geringes Grundgehalt und verdienen erst durch Überstunden bzw. Nachdienstzulagen mehr. Mit den kürzeren Dienstzeiten verlieren sie auch Zulagen und kommen somit auf ein geringeres Gehalt. Es muss ein Gehalt wie in vergleichbaren anderen Ländern gezahlt werden, damit die Ärzte nicht dorthin abwandern.

Nicht zuletzt kommt es aber durch den Personalmangel auch in den Ambulanzen zu unmenschlichen Wartezeiten, weil es viel zu wenige Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger gibt. Es muss daher dringend erhoben werden, wie viel Personal überhaupt fehlt. "Wer bei den Ärzten kürzt, der kürzt in Wahrheit bei den Patienten", so FP-Stadtrat David Lasar abschließend. (Schluss)paw

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