Rasinger: Hauptwunsch des Patienten muss im Mittelpunkt stehen - viele Schwerstkranke wollen zuhause sterben

ÖVP-Gesundheitssprecher bei Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Im Mittelpunkt der Diskussion rund um die Hospiz-und Palliativversorgung muss der Hauptwunsch des Patienten stehen, sagte heute, Dienstag, ÖVP-Gesundheitssprecher Dr. Erwin Rasinger bei der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" im Parlament. Als Hausarzt, der seit 32 Jahren tätig ist, erlebe er es immer wieder, dass die Patienten vor allem zuhause sterben möchten. Er, Rasinger, sei natürlich ein "Verfechter der Hospiz- und Palliativmedizin". Es gehe auch um die Bewusstseinsbildung und um eine kompetente Ausbildung auf allen Ebenen. Trotzdem dürfe man dabei nicht vergessen, was der Patient selbst will.

Es sei dies auch ein "egoistisches Thema, denn ich möchte einmal, wenn ich meinen Willen nicht mehr selbst äußern kann, dass automatisch das Richtige für mich getan wird", so Rasinger. Und viele seiner Patienten würden die letzten Tage gerne zuhause verbringen. Dieser Wunsch könne aber nur erfüllt werden, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen. Ein Problem dabei sei vor allem, dass 40 bis 50 Prozent der älteren Menschen keine Angehörigen mehr haben. Und wenn jemand von den Angehörigen versorgt wird, dann stellt sich die Frage, wer diese Angehörigen betreut. "Wer hilft ihnen, wenn beim Patienten plötzliche Atemnot eintritt?" Hier gebe es eine Teamarbeit, bei der der Hausarzt eine große Rolle einnehme. Dieser benötige nicht nur Kompetenz, sondern auch die Möglichkeiten, helfen zu können, verwies Rasinger darauf hin, dass viele Schmerzmittel, die schneller wirken, aus Kostengründen von der Krankenkasse oftmals nicht bezahlt würden. Andere Medikamente seien zwar häufig um ein Viertel billiger, würden aber nicht gleich den Schmerz lindern. Das sei dem Patienten aber nicht zumutbar, unterstreicht Rasinger. Zu viel Bürokratie bei der Bewilligung von notwendigen Hilfsmitteln und Medikamenten würde zudem auch dazu führen, dass der Patient letztlich im Spital landet, wo er dann 1.100 Euro kostet und gar nicht hin will, schloss Rasinger.
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