NEOS: Rot-Weiß-Rot Karte bedarf weiterer Reformen

Gerald Loacker: "Im Wettbewerb um internationale Fachkräfte hinkt Österreich nach"

Wien (OTS) - "Die Rot-Weiß-Rot Karte hätte ein Erfolgsmodell werden können. Doch wie so oft in Österreich verderben zu viele Köche den Brei. Dank eines überbordenden bürokratischen Aufwands wirkt die Rot-Weiß-Rot Karte als Eintrittsbarriere für ausländische Spitzenkräfte auf den österreichischen Arbeitsmarkt. Damit hinkt Österreich im Wettbewerb um internationale Fachkräfte weiterhin hinten nach", zeigt sich NEOS-Arbeitsmarktsprecher Gerald Loacker bestärkt von der heutigen Präsentation zu Arbeitsmigration im Sozialministerium. "Die EU Binnenmigration kann zwar eine Folge der schlechten Wettbewerbsposition Österreichs geringfügig ausgleichen. Das darf aber kein Anreiz des Sozialministeriums sein, im Bereich der Kritierien-basierten Zuwanderung - durch die Rot-Weiß-Rot Karte -keine weitere Reformmaßnahmen zur Attraktivierung zu setzen."

Und weiter: "Wesentlich muss sein, die bürokratischen Hürden abzubauen und das Verfahren massiv zu beschleunigen. Die Aufgaben innerhalb der Behörden zum Erhalt einer Rot-Weiß-Rot Karte sind zu zersplittert. Da weiß die rechte Hand oft nicht, was die Linke macht. Wir sehen es zudem kritisch, dass eine Arbeitsmarktprüfung erst mit der Antragstellung vollzogen wird. Den Unternehmen, die dringend Fachkräfte suchen, werden zusätzliche Bürden auferlegt," sieht Loacker einige Fehlkonstruktionen in der derzeitigen Konzeption der Rot-Weiß-Rot Karte. "Dass Bachelor-Abschlüsse nicht anerkannt werden, ist eine weitere Ungerechtigkeit, die umgehend abgeschafft werden muss. Vor allem für Absolventinnen und Absolventen heimischer Unis aus Drittstaaten sind die Hürden der Rot-Weiß-Rot Karte zu hoch. Wir fordern deshalb nicht nur die Anerkennung von Bachelor-Studien, auch die Einkommensgrenzen sollen den durchschnittlichen Einstiegsgehältern von Studienabsolventinnen und -absolventen angepasst werden und die Dauer der Jobsuche verlängert werden," konkretisiert Loacker seine Forderungen. "Es ist nicht einzusehen, weshalb wir diesen Absolventinnen und Absolventen einen freien Universitätszugang gewähren, aber sie vom Arbeitsmarkt einfach ausschließen."

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