Polizeigewerkschaft: Keine Überstundenbesteuerung

Polizeigewerkschaftschef Greylinger: "Wie immer trifft es die Falschen."

Wien (OTS/ÖGB) - Aus dem vorgelegten Expertenpapier ist zu entnehmen, dass eine steuerliche Begünstigung von Überstunden abgeschafft werden soll, weil sie "falsche Anreize" schaffe. "Hier stellt sich die Frage, für wen", sagt dazu der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Hermann Greylinger.++++

Gerade im Bereich der Exekutive müssen Überstunden in hohem Ausmaß geleistet werden, weil es die Politik über Jahre verabsäumt hat, eine verantwortungsvolle Aufnahmepolitik zu tätigen. "Demonstrationen, Großveranstaltungen, Staatsbesuche, Sportveranstaltungen, all diese Herausforderungen können großteils nur mit der Leistung von Überstunden bewältigt werden, teilweise trifft das aber auch schon auf die Aufrechterhaltung des Normaldienstes zu", so Greylinger weiter: "Der Hebel muss bei denen angesetzt werden, die Überstunden anordnen."

Der Polizeigewerkschaftschef ruft zwei Sager in Erinnerung:
"Leistung muss sich lohnen" (ehem. Finanzministerin Fekter), "Her mit dem Zaster, her mit der Marie" (Innenministerin und ÖAAB-Obfrau Mikl-Leitner). Greylinger: "Wer steht noch dazu?"

"Die Kolleginnen und Kollegen der Exekutive leisten unter teils schwierigsten Bedingungen hervorragende Arbeit und müssen auf Anordnung Überstunden leisten, die Höhe der anfallenden Kosten übersteigt dreistellige Millionenzahlen. Die Leister von Überstunden dürfen nicht die Zeche zahlen! 'Mehr Leistung - mehr Gehalt - weniger Belastung', das muss die Zielrichtung sein," so Hermann Greylinger abschließend.

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Hermann Greylinger,
Vorsitzender der Polizeigewerkschaft
0664/1326560

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