SWV-Matznetter: Die Schlechterstellung der Situation der Selbstständigen ist Realität.

SVA und Wirtschaftsbund verantworten weiterhin die Schlechterstellung der GSVG-Versicherten.

Wien (OTS) - Bei der 23. Generalsversammlung der Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft zog Wirtschaftskammer Präsident Christoph Leitl eine Bilanz, die bei Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Österreich (SWV) und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich Christoph Matznetter auf Widerspruch stößt: "Auch 5 Prozent Deckelung der Selbstbehalte sind eine Steuer auf Kranksein. Die Schlechterstellung der Situation der Selbstständigen ist Realität. Wir haben noch immer den 20 Prozenten Selbstbehalt bei jedem Arztbesuch, eine viel zu späte Auszahlung des Krankengelds und Schwierigkeiten bei der Vereinbarung von Familie und Beruf." ****

Der SWV kämpft seit Jahren für eine bessere soziale Absicherung von Selbstständigen, deren Forderungen bis heute von SVA und Wirtschaftsbund blockiert werden. "Sie verantworten es, dass Selbstständige mit dem 20 prozentigen Selbstbehalt bei jedem Arztbesuch eine Steuer auf Kranksein bezahlen müssen und die Ausbezahlung des Krankengeldes ab dem 43. Tag Betriebe in das existentielle Aus treiben." Matznetter setzt sich für die vollständige Abschaffung des Selbstbehaltes und die Einführung des Krankengelds für EPU und Kleinstbetriebe ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit ein. "Selbstständige zahlen genauso wie Unselbstständige in die Sozialversicherung ein. Sie müssen demnach denselben Anspruch auf die gleichen Leistungen erhalten. Meine Erklärung dafür ist, dass die SVA mit dieser Dynamik offensichtlich nicht mithalten und daher keinem ihrer Versicherten entsprechende Leistungen anbieten kann", stellt Matznetter fest.

Ausbau familienpolitischer Sachleistungen

Für im Mutterschutz befindliche Unternehmerinnen konnte sich der SWV für die Verdoppelung des Wochengelds durchsetzen, und die kostenlose Pflichtversicherung während des Bezugs von Kindergeld erwirken. "Die beste soziale Absicherung für sie ist jedoch der Ausbau familienpolitischer Sachleistungen, wie Kinderbetreuungseinrichtungen, insbesondere Krippen und Kindergärten, und unternehmerfreundliche Öffnungszeiten", erklärt Matznetter. Daher fordert der SWV einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab 18 Monate für selbstständige Mütter. Matznetter betont:
"Selbstständige Frauen sollen sich auf ihre Arbeit konzentrieren können, ohne Angst davor zu haben, dass ihre Kinder nicht ausreichend versorgt sind." (Schluss)

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