"Wie frei ist Europa?": ORF-III-Live-Themenabend zu 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs am 17. Dezember

Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk aus dem ORF-Zentrum - mit hochkarätigen politischen Diskussionsgästen

Wien (OTS) - Zum Abschluss des medialen Zeitgeschichte-Schwerpunkts anlässlich 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs bringt ORF III Kultur und Information am Mittwoch, dem 17. Dezember 2014, um 20.15 Uhr einen Live-Themenabend mit hochkarätigen politischen Gästen. Unter dem Sendungsmotto "Wie frei ist Europa?" diskutieren in dieser Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, der ebenfalls live ausstrahlen wird, der ehemalige österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der frühere bayerische Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der ehemalige ungarische Ministerpräsident Miklós Németh und viele andere mit ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs und BR-Osteuropakorrespondentin Susanne Glass im ORF-Zentrum über den politischen Umbruch 1989 und seine Folge bis in die Gegenwart. Auch Bundespräsident Heinz Fischer nimmt im Rahmen eines kurz zuvor aufgezeichneten Interviews Stellung zum Thema. Während der live ausgestrahlten Sendungen können sich die Zuseherinnen und Zuseher über soziale Netzwerke an der Diskussion beteiligen.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Der gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk gestaltete Themenabend ist ein wichtiges Beispiel länder- und senderübergreifender Kooperation zur Aufarbeitung historischer und politischer europäischer Zusammenhänge in einem zusammenwachsenden europäischen medialen Raum. Nach der erstmals gemeinsam mit dem ZDF durchgeführten Diskussion der europäischen Spitzenkanditen vor der EU-Wahl wird am 17. Dezember von den Korrespondenten und Journalisten von Bayerischem Rundfunk und ORF erstmals gemeinsam ein ganzer europäischer Themenabend gestaltet. Zum Ende des Europaschwerpunktjahres wird Vergangenheit analysiert, um den Blick in die Zukunft zu schärfen."

BR-Intendant Ulrich Wilhelm: "Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass die Mauer fiel. Damit wurde nicht nur die deutsch-deutsche Teilung überwunden, sondern auch die Teilung Europas: Der Ostblock öffnete sich dem Westen. Was ist aus dem Umbruch in Südosteuropa geworden, wie haben sich die Länder dort entwickelt? Dieser Frage wollen ORF und der Bayerische Rundfunk mit seinem ARD-Studio Wien gemeinsam nachgehen und den Verlauf der Geschichte, die damals vor 25 Jahren begonnen hat, verfolgen. Ich freue mich auf einen anregenden Themenabend."

Die Sendung wird österreichweit via Video-Live-Stream auf http://TVthek.ORF.at. ausgestrahlt. Zudem ist sie danach - ebenfalls österreichweit - sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar.

Mehr zum Inhalt der Sendung "Wie frei ist Europa? 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs":

1989 - der Eiserne Vorhang fällt in Europa. Österreich rückt vom Rand in die Mitte Europas. Deutschland ist auf dem Weg zur Wiedervereinigung, in Osteuropa werden durch friedliche Revolutionen alle kommunistischen Regime weggefegt. Nur in Rumänien kommt es im Dezember 1989 mit der Erschießung des Diktators Nicolae Ceausescu zu einer blutigen Abrechnung mit dem alten Regime. Der Eiserne Vorhang, der jahrzehntelang einen ganzen Kontinent durchtrennte, ist in atemberaubender Geschwindigkeit gefallen. Was waren damals die Auslöser? Warum blieb diese Revolution weitgehend friedlich? Und was wurde aus den großen Hoffnungen von damals: Wie geht es den osteuropäischen Ländern in der EU? Und: Steuert Europa ein Vierteljahrhundert nach diesem dramatischen Umbruch wieder auf einen Kalten Krieg mit Russland zu?

Darüber diskutieren BR-Osteuropakorrespondentin Susanne Glass und ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs mit prominenten Gästen, darunter der ehemalige österreichischen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der frühere bayerische Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der ehemalige ungarische Ministerpräsident Miklós Németh, der im Sommer 1989 als Erster den Stacheldraht zwischen Ost und West durchschnitt sowie der Chefunterhändler der deutschen Einheit und enge Kohl-Vertraute Horst Teltschik. Mit dabei ist ferner Wolfgang Petritsch, langjähriger Sekretär von Bundeskanzler Bruno Kreisky, ehemaliger Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina sowie EU-Sonderbeauftragter für den Kosovo, und Radu Preda, der Leiter der rumänischen "Gauck-Behörde" sowie Barbara Coudenhove-Kalergi, Grande Dame des österreichischen Journalismus und ehemalige ORF-Korrespondentin in der Tschechoslowakei und Polen. In einem kurz vorher aufgezeichneten Interview wird auch der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer zum Umbruch in Osteuropa und den neuen politischen Herausforderungen befragt.

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