Glawischnig/Brunner zu Weltklimakonferenz: Besorgniserregend schwaches Ergebnis

Weltklimavertrag in Paris 2015 nur möglich, wenn sofort weiter verhandelt wird

Lima / Wien (OTS) - "Das Ergebnis der Weltklimakonferenz ist besorgniserregend schwach", stellen Eva Glawischnig, Klubobfrau und Bundessprecherin der Grünen, und Umweltsprecherin Christiane Brunner, die bei den Verhandlungen in Lima / Peru anwesend war, fest. "Es sind nur Babyschritte in Richtung eines Weltklimavertrages gemacht worden, der nächstes Jahr auf der entscheidenden Weltklimakonferenz in Paris fertig gestellt werden muss, will man die Erderwärmung auf die noch beherrschbaren zwei Grad eindämmern", so Brunner.

Besorgniserregend ist das schwache Ergebnis umso mehr, als die politische Ausgangslage so gut wie schon seit vielen Jahren nicht war. Vor Allem die erhoffte positive Auswirkung des China-USA-Deals hat sich leider in den Verhandlungen in Lima nicht so niedergeschlagen, wie es die meisten Beobachter erwartet hatten. "Um Paris erfolgreich abschließen zu können, müssen noch wichtige Verhandlungsschritte vor der dortigen Weltklimakonferenz im Herbst 2015 gesetzt werden", so Brunner.

Wichtig am Lima-Ergebnis ist die Festlegung robuster Kriterien für die Zielbestimmungen der einzelnen Länder. In Summe sind jedoch zu viele der wirklichen Knackpunkte bis zur nächsten Konferenz in Paris aufgeschoben worden. "Gegen stärkere Klimaschutzbestimmungen haben vor allem China und die Öl-exportierenden Länder opponiert", berichtet Brunner. Die Gruppe der Entwicklungsländer und kleinen Inselstaaten hat außerdem die mangelnde Paktfähigkeit der Industrieländer bei der Klimafinanzierung als größtes Manko des Gipfels beklagt. "Wenn in diesem Punkt in den nächsten Monaten keine Fortschritte gemacht werden, könnte Paris an dieser Frage scheitern", so Brunner.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
Tel.: +43-664-4151548
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001