FPÖ-Hofer fordert verbindliche Ziele für Wiederverwertung brachliegender Industrieflächen in Österreich

Flächenrecycling könnte über 15a-Vereinbarung geregelt werden

Wien (OTS) - Laut Umweltbundesamt liegen derzeit österreichweit 13.000 Hektar an Industrie- und Gewerbeflächen brach, die Dunkelziffer dürfte aber weit darüber liegen. Jährlich fallen bundesweit 1100 Hektar an stillgelegten Flächen zusätzlich an. Aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung (2575/AB) von Umweltminister Rupprechter an den freiheitlichen Umwelt- und Energiesprecher und Dritten Präsidenten des Nationalrates Ing. Norbert Hofer geht hervor, dass "rund 85% der ca. 6.000 Industriebrachen nicht oder nur wenig kontaminiert sind und ohne Zuschüsse und Förderungen durch die öffentliche Hand revitalisiert und wiedergenutzt werden können".

Da das Umweltministerium hinsichtlich dieser Problematik aufgrund der Kompetenzlage "lediglich beratende Funktion für konkrete Initiativen" habe, gelte es hier anzusetzen, so Hofer: "Flächenrecycling statt Neuverbauung muss das Credo lauten. Unser Bestreben ist es, verbindliche Ziele auf dem Wege einer 15a-Vereinbarung zur intensiven Wiederverwertung von Industrie- und Gewerbebrachflächen festzuschreiben." Weil täglich durchschnittlich 22 Hektar Land neu verbaut werden, gleichzeitig aber ein halbes Prozent an Ackerfläche verloren gehe, bestehe dringender Handlungsbedarf. "Die Raumordnung soll in Länderkompetenz im Sinne des Föderalismus bleiben, um den Gestaltungswillen in den Regionen zu belassen. Jedoch müssen gemeinsame verbindliche Ziele gesetzt werden, um der besorgniserregenden Verknappung des Bodens entgegenwirken zu können", bekräftigt Hofer.

Anfrage und Anfragebeantwortung sind unter folgenden Links zu finden:
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/J/J_02648/imfname_367258.pdf
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/AB/AB_02575/imfname_377039.p
df

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