ÖH zieht Bilanz nach einem Jahr Ressort-Zusammenlegung

Ärger um den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministeriums noch nicht verblasst - Rückblick auf ein durchwachsenes Jahr in der Bildungspolitik

Wien (OTS) - Die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) zieht nach einem Jahr der Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsressort Bilanz. "Obwohl sich einiges zum Positiven verändert hat, bleibt die Bilanz durchwachsen", sagt Julia Freidl vom Vorsitzteam der ÖH. Die Zusammenlegung von Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium sieht die ÖH nach wie vor kritisch. "Wir treten weiterhin dafür ein, Wissenschaft unabhängig von wirtschaftlichen Interessen einzelner Unternehmen zu betrachten. Eine schleichende Ökonomisierung der Bildung lässt sich nicht nach einem Jahr messen, aber ist am Stellenwert der Wissenschaft in der Politik durchaus erkennbar", so Freidl.

Für die ÖH waren die wesentlichen Schritte im letzten Jahr das neue Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz, das in enger Zusammenarbeit zwischen ÖH und Ministerium verwirklicht werden konnte. "Das konstruktive Klima zwischen ÖH und Ministerium freut uns natürlich, es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der Bildungspolitik noch viele Baustellen gibt", so Freidl.

Im nächsten Jahr stehen aus Sicht der ÖH drei wesentliche Punkte an. "Zum einen muss endlich eine Reform der Studieneingangs- und Orientierungsphase durchgeführt werden. Viel zu lange schon wird Studienanfänger_innen durch dieses gescheiterte Projekt das Leben unnötig schwer gemacht", so Freidl, "zum anderen muss die Studienbeihilfe endlich den realen Gegebenheiten angepasst werden. Zu viele Studierende leben von einigen wenigen hundert Euro im Monat. Die Reform der Studienbeihilfe und die Erhöhung der sozialen Absicherung von Studierenden muss endlich angegangen werden." Einen dritten Punkt sieht die Studierendenvertretung in der bereits angekündigten Novelle des Universitätsgesetzes. Freidl: "Wir gehen davon aus, dass diese Gesetzesänderung in enger Zusammenarbeit von Ministerium, UNIKO und ÖH vonstatten geht."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH)
Bettina Mühleder
Pressesprecherin
Tel.: +43/676/888522-12
bettina.muehleder@oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0002