FPÖ-Bauern: Hat Kammer im HCB-Skandal versagt?

Eigener Ausschuss der Kammer soll klären, ob Warnpflicht vernachlässigt worden ist

Klagenfurt (OTS) - "Noch nie wurden Kärntner Bauern unschuldig von einem Umweltskandal so schwer getroffen wie die Landwirte im Görtschitztal von dem Problem rund um das Gift Hexachlorbenzol. Umso befremdlicher sind daher Hinweise, denen zufolge führenden Vertretern der Kammer Informationen über HCB-Belastungen in Fleisch und Milchprodukten zur Verfügung standen, ohne dass sie darauf gedrängt hätten, dass die Ursache erhoben wird und die betroffenen Bauern informiert werden. Die Freiheitlichen Bauern fordern daher die Installierung eines Fachausschusses in der Landwirtschaftskammer, der dieses mögliche Versagen von eigenen Organen prüft und bewertet", teilt der Sprecher der Freiheitlichen Bauern Manfred Muhr mit.
Seine Fraktion werde in der Kammerhauptversammlungen einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag stellen. "Es geht um die Glaubwürdigkeit der Landwirtschaftskammer bei ihren Mitgliedern. Waren auch wir aufmerksam genug, um unser wertvollstes Kapital die saubere Umwelt und gesunde Lebensmittel zu bewahren", betont Muhr. Er nimmt Bezug auf die Tatsache,dass die Landwirtschaftskammer bereits im März 2014 beunruhigende Informationen hatte. "Die Gesundheitsagentur Arges hat über HCB-belastete Milchprodukte informiert und auch bezüglich Fleich lagen der Kammer entsprechende problemtische Auskünfte vor. Da kann man sich nicht darauf ausreden, dass die festgestellten Werte niedrig waren, denn wir sollten ebenfalls Nullwerte anstreben", betont Muhr. Er verweist auf den Paragrafen des Kärntner Landwirtschaftskammergesetzes, dem zufolge die Kammer verpflichtet ist, Wahrnehmungen an die Behörden heranzutragen. "Wie viele Probleme wären uns erspart geblieben, wenn man bereits früher nach den Ursachen geforscht hätte", meint Muhr abschließend.

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